Thomas Zecher gestorben. Er war zusammen mit seiner Frau das Herzstück der Metzinger Medienakademie: Thomas Zecher. Völlig überraschend ist der 70-Jährige am Mittwoch, 6. Februar verstorben. Am vergangenen Freitag wurde der Leiter der Medienakademie auf dem Mühlwiesenfriedhof beigesetzt. Den gebürtigen Metzinger, zog es gleich nach dem Abitur nach München, wo er an der Filmakademie studierte. Danach war er selbstständig und arbeitete später unter anderem für den Privatsender RTL. Der Fernsehprofi Thomas Zecher, der jahrelang in München gearbeitet hat, wo er auch seine Frau Petra kennengelernt hat, war nach 40 Jahren über die USA und die Schweiz im Jahr 2015 wieder in seine Heimatstadt Metzingen zurückgekehrt.

Der Sohn der Metzinger Ur-Grünen und späteren Alterspräsidentin des Landtags, Irmgard Zecher, hatte sich zum Ziel gesetzt, die Metzinger Kulturszene voranzubringen, was ihm trotz vieler Skeptiker geglückt ist. Die Medienakademie am Bahnhof wurde zum Anlaufpunkt für Jung und Alt. Zecher engagierte sich in der Stadtpolitik, war mit seiner Kamera überall dabei und schaffte es - auch dank einer jährlichen finanziellen Unterstützung durch die Stadt - Politik und Kultur den Metzingern mit Kamera oder im Internet nahezubringen. Mit unzähligen Veranstaltungen in der Medienakademie, durch Medienprojekte mit Jugendlichen, gelang es ihm deren Interesse an Politik, Kultur und Gesellschaft zu wecken. Die Medienakademie mit Thomas Zecher, so die Grünen-Stadträtin Cornelia Grantz-Hild, habe sich im kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Stadt einen wichtigen Platz erarbeitet. Nicht zuletzt führe der Verein junge Menschen an die Kommunalpolitik heran, »für die Demokratie ist das in diesen Zeiten überlebenswichtig«. Thomas Zecher reißt nun eine schmerzliche Lücke. Wie es weitergeht mit der Medienakademie bleibt offen. 

Bücherei zertifiziert. Nach Tübingen fuhr am Dienstag eine kleine Delegation von Bibliothekaren samt Begleitung, allen voran Sabine Makram, Leiterin der Dettinger Bücherei. Sie wurde zusammen mit zwei Kolleginnen aus Sigmaringen und Uhldingen-Mühlhofen geehrt. Im Rahmen des zweieinhalbjährigen Qualitäts- und Organisationsentwicklungsprojektes »Ausgezeichnete Bibliothek für kleinere Bibliotheken« wurden die Gemeindebücherei Dettingen, die Stadtbibliothek Sigmaringen sowie der Treffpunkt Bücherei Uhldingen-Mühlhofen von der Hochschule der Medien in Stuttgart auditiert und als »Ausgezeichnete Bibliothek« anerkannt. Den Reihen der Laudatoren eröffnete Regierungspräsident Klaus Tappeser. Professorin Cornelia Vonhof, Hochschule der Medien Stuttgart, führte aus, was sich hinter dem Begriff »Ausgezeichnete Bibliotheken« verbirgt.

Die Motive für öffentliche wie wissenschaftliche Bibliotheken, sich mit Qualitätsmanagement zu befassen, sind ihren Worten zufolge vielschichtig: Zum einen bestehe der Anspruch, als Dienstleistungseinrichtung die eigene Arbeit kritisch zu hinterfragen, um sie zu verbessern und so Kundenzufriedenheit und Kundenbindung sowie die Wirtschaftlichkeit zu steigern. Zum anderen gehe es aber auch darum, gegenüber Bibliotheksträger und Politik den Nachweis zu führen, dass die Bibliothek sehr gute Arbeit leiste. Das im Institut für Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung (IQO) entwickelte Qualitätsmodell »Ausgezeichnete Bibliothek« verbinde ein strukturiertes Vorgehen zur kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Arbeit mit einem öffentlichkeitswirksam einsetzbaren Qualitätszertifikat und werde damit den Anforderungen der Bibliotheken gerecht. Zahlreiche öffentliche wie auch wissenschaftliche Bibliotheken arbeiten inzwischen erfolgreich mit dem Qualitätsmodell.

Elring mit Kredit. Um besser am sich wandelnden Automarkt aufgestellt zu sein hat die Elring-Klinger AG einen so genannten Konsortialkredit aufgenommen. Der Kredit wurde mit einem Bankenkonsortium aus sechs nationalen und internationalen Banken abgeschlossen. Die Finanzierung haben die Commerzbank, die Landesbank Baden-Württemberg und die Deutsche Bank gemeinsam arrangiert, zudem sind die DZ Bank, die HSBC und die Banque Européenne du Crédit Mutuel Teil des Konsortiums. Die Vereinbarung umfasst ein Volumen von insgesamt 350 Millionen Euro über eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren. Die zufließenden Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung sowie der Refinanzierung bestehender bilateraler Kreditlinien.

»Mit dem Konsortialkredit verbessern wir weiter das Fälligkeitenprofil unserer Finanzverbindlichkeiten«, stellt Thomas Jessulat, Finanzvorstand der Elring-Klinger AG, fest. »Diese Vereinbarung ist Teil eines Programms, mit dem wir uns auch auf der Finanzierungsseite richtig positionieren, um den Transformationsprozess der Automobilbranche aktiv mitgestalten zu können.« Mit diesem Schritt optimiere der Konzern seine Finanzierungsstruktur und erhöhe seine Planungssicherheit. Elring-Klinger hat sich nach den Worten Jessulats bereits seit geraumer Zeit mit einer umfassenden Technologiestrategie für den Wandel hin zu alternativen Antriebssystemen aufgestellt. In der Batterietechnologie ist der Konzern bereits seit 2011 Serienlieferant für Zellkontaktiersysteme in Hybrid- und vollelektrischen Fahrzeugen. Für einen wasserstoffbetriebenen Antrieb bietet das Unternehmen Brennstoffzellenstapel an.                                                                           –ber