Kein Notariat mehr. In diesem Jahr, genauer zum 31. Dezember 2017, schlägt das letzte Stündlein der so genannten Amtsnotare. Dies sind Notare, die in einem Beamtenverhältnis stehen, also nicht - wie sonst in Deutschland und den meisten anderen Staaten, die das lateinische Notariat kennen, üblich - Freiberufler sind. Die Amtsnotare im Ländle beurkundeten beispielsweise Rechtsgeschäfte wie einen Grundstückkauf, einen Ehevertrag oder eine Schenkung. Auch Aufgaben des Nachlass- und Grundbuchrichters waren ihm übertragen. Dies gilt auch für Dettingen. Die Auflösungserscheinungen beginnen allerdings schon jetzt. Mit der Neuordnung des Grundbuchwesens in Baden-Württemberg wurde auch das Dettinger Notariat aufgehoben. Ab Ende September sind dann bis zum 10. Oktober kurzzeitig keine Grundbucheintragungen möglich.

»Die Notarin wird die Gemeinde Dettingen verlassen und wir werden auch keine neue bekommen«, erklärte Bürgermeister Michael Hillert in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats und bedauerte den Verlust der Bürgereinrichtung in Dettingen. Künftig werden die Grundbücher der Gemeinden zentral in Böblingen aufgehoben. Es können keine Verträge mehr geschlossen und auch die Grundbuchauszüge müssen auf anderem Wege beschafft werden. Grundbuchauszüge können dann direkt beim Amtsgericht Böblingen schriftlich oder auch per Mail beantragt werden. Das Formular für die Erteilung ist auf der Internetseite des Amtsgerichts und auch über einen Link auf der Homepage der Gemeinde zu finden. Weitere Funktionen des Notariats wie Beurkundungen,Betreuungsangelegenheiten und Nachlass können noch bis Ende des Jahres in Anspruch genommen werden, aber dann ist auch damit Schluss.


Große Resonanz. Die Umgestaltung Metzingens mitten im Zentrum - sprich die Zukunft des G&V-Areals bewegt die Bürger. Dies zeigte sich einmal mehr vergangene Woche bei einem Informationsabend. Knapp 300 Metzinger waren gekommen, um sich von Wolfgang Bauer (Vorstandsvorsitzender der Holy AG), Marcus Meyer, Vertriebschef bei Hugo Boss und Oberbürgermeister Ulrich Fiedler über den weiteren Fortgang der Arbeiten informieren zu lassen. Da, wie OB Fiedler berichtete, das Regierungspräsidium relativ schnell dem Satzungsbeschluss für eine Bebauungsplanänderung durch den Gemeinderat zugestimmt hatte, konnte der Abend quasi als symbolischer Akt zum Baubeginn gewertet werden. Auf einen offiziellen Spatenstich verzichtete die Holy AG. Schließlich wird bereits seit einigen Wochen fleißig gebaut (wir berichteten).

Momentan entsteht der Tunnel unter der Christian-Völter-Straße, die Vorstufe für die Tiefgarage unter dem gesamten Gelände. Schon 2019 will die Holy AG das neue Verkaufsgebäude von Hugo Boss eröffnen. Als Industriedenkmal bleibt der G&V-Turm stehen. Die Erms, die bislang unterirdisch das Areal durchflos, kommt teilweise wieder ans Tageslicht. Ein Park mit Bäumen soll entstehen, in dem ein Biergarten, Hotels samt gehobener Gastronomie in der ehemaligen Herrmanschen Villa zum Verweilen einlädt. Ein Fuß- und Radweg durchzieht das Gelände, so dass sich die Metzinger aber auch die Outletgäste wohlfühlen können. Die Bauzeit für das gesamte Areal liegt laut Bauer bei vier bis fünf Jahren. Das Unternehmen, das rund 3 000 Mitarbeiter in der Sieben-Keltern beschäftigt und das viel Geld in das G&V-Areal investiert, fühlt sich der Stadt verbunden und sieht die Investition als ihren Beitrag zur Stadtentwicklung. 


Obstbaum-Aktion. Jedem seinen Obstbaum. Ganz so ist es in Bad Urach nicht, aber dennoch stellt die Verwaltung eine große Nachfrage fest, einen eigenen Obstbaum zu erwerben. Das Angebot bezieht sich auf bewährte Apfel-, Birnen-und Kernobstsorten, die nicht nur dem Erhalt der typischen Streuobstlandschaft dienen, sondern auch wegen ihrer krankheitsresistenteren Sorten einen entsprechenden Ertrag versprechen. In der Regel handelt es sich bei den Obstbäumen um Halbstämme. Zur Förderung des Streuobstbaus wird der Erwerb von Obstbäumen durch einen Zuschuss der Stadt Bad Urach unterstützt. Bezuschusst werden Obstbäume zur Pflanzung auf der Gemarkung Bad Urach, einschließlich der Teilorte.

Der städtische Zuschuss für die Obstbäume beträgt 50 Prozent des Listenpreises. Der Eigenanteil je Obstbaum liegt also bei 15 Euro und ist bei Abholung in bar zu bezahlen. Nicht nur den Obstbaum, sondern auch den passenden Pfosten und den Kokosstrick, um den Baum anzubinden, stellt die Stadt. Eine verbindliche Bestellung der Obstbäume muss bis einschließlich Montag 9. Oktober vorgenommen werden. Bestellvordrucke und eine Sortenliste sind an der Pforte im Rathaus Bad Urach, bei den Verwaltungsstellen in den Teilorten und auf der Homepage der Stadt Bad Urach erhältlich. Abgeholt werden können die bestellten Bäume am Samstag, 28. Oktober, von 9 bis 11 Uhr, im Lehr-und Schaugarten des Obst-und Gartenbauvereins in der städtischen Obstanlage am Unteren Galgenberg.