Mehr Grün und mehr Parkflächen. Durch die Bauarbeiten der Holy AG auf dem Areal der ehemaligen Textilfirma Gänsslen & Völter ist die südlich verlaufende Christian-Völter-Straße stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie wird nun saniert. Die Bewohner hatten dabei ein Mitspracherecht. Folgende Maßnahmen sind geplant: Der Randsteinverlauf, die Parkraumsituation und der Straßenquerschnitt (Fahrbahn 6,50 Meter) bleiben unverändert. Die vorhandenen Poller (drei Stück) samt Radwegstummel entfallen ersatzlos. Die bisherige Beschilderung an der Einmündung Reutlinger Straße wird beibehalten und durch eine Beschilderung Anfang und Ende Zone 30 ergänzt. 
Aufgrund dessen, die Straße in eine 30iger-Zone auszudehnen, müssen für Radfahrer keine Radwege ausgewiesen werden. Der nördliche Gehweg erhält einen kompletten neuen Asphaltbelag. Ferner werden die Längsparkflächen vor den Radabstellplätzen verlängert und eine zusätzliche Grünfläche angelegt. Die neue Grünfläche ragt in die Fahrbahn ein und dienst so der Geschwindigkeitsdämpfung. 
Durch die Verlängerung der Längsparkflächen stehen zukünftig 14 anstatt zehn Parkplätze zur Verfügung. Der Einmündungsbereich Reutlinger Straße wird im Zuge der neuen Gestaltung optisch als Pflasterfläche ausgeführt. Die Fahrbahnbreite beträgt hier 5,50 Meter. Die Kosten für die Umgestaltung der Christian-Völter-Straße betragen etwa 135 000 Euro. Davon werden zirka 35 000 Euro von der Firma Hugo Boss AG im Rahmen der Wiederherstellung der städtischen Flächen, die im Zuge der Neubauten beschädigt oder entfernt wurden, übernommen. 

Entlassungen bei Sauter. Die Metzinger Firma Sauter Feinmechanik, Spezialist für Werkzeugträgersysteme, mit rund 350 Beschäftigten, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Erst im letzten Jahr wurde ein lang anhaltender Streit zwischen der neuen Unternehmensleitung mit Geschäftsführer Michael F. Rudloff und den Mitarbeitern beigelegt. Nun wurde bekannt, dass das Unternehmen sich gezwungen sieht, so genannte Personalanpassungen vorzunehmen. Was das im Klartext bedeutet, ist jedem Mitarbeiter bewusst: Der Arbeitsplatz steht auf dem Spiel. Der Grund sind laut Michael Rudloff zahlreiche Verschiebungen von Aufträgen von 2019 in das Folgejahr oder gar Stornierungen. Bestätigt wird dies vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). »Die Auftragslage und die reale Produktion im Maschinenbau haben sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres deutlich abgeschwächt, und der Blick nach vorn verheißt derzeit keine Besserung. Deshalb ist eine Revision unserer Prognose unumgänglich, wir rechnen für 2019 nun mit einem realen Minus der Produktion von zwei Prozent«, erläuterte vor kurzem der VDMA-Präsident Carl Martin Welcker. »Die notwendige Anpassung der Mitarbeiterzahl ist die Konsequenz aus sich deutlich abkühlenden Wirtschaft, der Optimierung von Prozessabläufen in Produktion und Verwaltung sowie dem zunehmenden Kostendruck auf die Produktion am Standort in Metzingen gepaart mit der fortschreitenden Internationalisierung der Sauter-Unternehmensgruppe«, heißt es in einer Pressemitteilung von Sauter. Momentan laufen Gespräche mit dem Betriebsrat. Bis in drei bis vier Wochen sollen Ergebnisse folgen, wer möglicherweise in den vorzeitigen Ruhestand geschickt oder entlassen wird.                        -ber