Neubau Diakoniestation. Leistungen bündeln und einen bereits vorhandenen zentralen Standort ausbauen. Das ist die Marschrichtung bei der Diakoniestation Oberes Ermstal. Pflegeteams gibt es in Dettingen, Bad Urach, Römerstein und St. Johann. Schon bisher hatte die Diakoniestation ihren Sitz in Bad Urach, die Geschäftsleitung und die Pflegedienstleistung saßen jedoch in Dettingen. Nun wird jedoch in der Bad Uracher Mühlstraße 6, wo eine alte Villa bisher die Diakoniestation beherbergte, ein Neubau entstehen. Rund zwei Millionen Euro nehmen die Verantwortlichen dafür in die Hand. Wenn alles klappt, soll das zweigeschossige Gebäude bereits in 2020 bezugsfertig sein. Gegründet wurde die Diakoniestation Oberes Ermstal-Alb bereits im Jahr 2002 durch den Zusammenschluss der Diakoniestationen Bad Urach und Dettingen und der Sozialstation Römerstein. Angestoßen durch die Haus am Berg gGmbH, heute die Bruderhaus-Diakonie. Bereits 2006 startete die erste Betreuungsgruppe für Demenzerkrankte. 2010 wurde die Diakoniestation St. Johann in die Diakoniestation Oberes Ermstal-Alb eingegliedert. Sinn und Zweck des Neubaus in Bad Urach soll sein, eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um die häusliche Versorgung und Unterstützung von Kranken- und Pflegebedürftigen für das gesamte Versorgungsgebiet der Diakoniestation zu schaffen, um der steigenden Nachfrage nach solchen Leistungen gerecht werden zu können. Besonders wichtig ist nach den Worten der Verantwortlichen für die Diakoniestation: »Anders als der bisherige Sitz mit kleinen, verschachtelten Räumen, ist der Neubau natürlich barrierefrei.« Neu ist künftig die Tagespflege mit 13 Plätzen für das gesamte Verbreitungsgebiet der Diakoniestation, was von den Verantwortlichen als wichtige Ergänzung zur häuslichen Pflege bezeichnet wird und pflegende Angehörige entlasten soll.

Warmer Geld-Regen. Eine Stiftung lebt von der Großzügigkeit der Stifter. Insofern kann sich die Bad Uracher Bürgerstiftung glücklich schätzen. Sie hat innerhalb weniger Monate gleich zwei Mal einen warmen Geld-Regen von einem ehemaligen Uracher erhalten. So zeigte sich die Bürgerstiftung hocherfreut über die äußerst großzügige Zustiftung aus Tucson/Arizona (USA). Der gebürtige Uracher und schon seit Jahrzehnten in den USA lebende erfolgreiche Kardiologe Dr. Dietmar Gann unterstützte die Stiftung mit jeweils 10 000 Euro zukommen. Das Datum dieser Zuwendung war wohl gewählt: der 4. April 2018, der Geburtstag seiner Mutter Friedel Gann, zu deren Ehren er vergangenes Jahr ein Denkmal in Form einer Skulptur auf dem Bad Uracher Friedhof aufstellen ließ. Für die Einweihungszeremonie reiste Dr. Gann mit Ehefrau Elizabeth und seiner Familie eigens aus den Vereinigten Staaten an. Anlässlich dieses besonderen Ereignisses bedachte Dr. Gann die Bürgerstiftung damals zum ersten Mal mit einer Zustiftung in Höhe von 10 000 Euro. Um ihre Dankbarkeit über den erneuten »warmen Geldregen« zum Ausdruck zu bringen, schickte die Bürgerstiftung einen handbemalten Steinkrug mit Uracher Motiven sowie ein bebildertes Buch über die Entwicklung Urachs zum Kurort nach Arizona. Geplant war, das Geschenk bei der Siegerehrung des jährlich im Mai stattfindenden und von Ganns »Diet of Hope-Institut« gesponserten »Cinco de Mayo Running Fiesta« feierlich zu übergeben. Leider kam das Paket zu spät in den USA an, so dass ein Hinweis der Veranstaltungsleitung, dass eine Überraschung aus Bad Urach unterwegs sei, genügen musste. Mit Verspätung konnte das Ehepaar Gann das Geschenk zu Hause dann entgegennehmen. Der Dank der Bürgerstiftung Bad Urach ist Dietmar und Elizabeth Gann gewiss. Die beiden Zustiftungen sind nach den Worten des Vorstandes (Bernd Wacker, Eckart Schweizer, Armin Schidel) nicht nur durch deren Höhe, sondern auch aufgrund deren Geschichte, etwas Besonderes.                                                                     –ber