Bäder-Broschüre für Bürger. Wer mitentscheiden will, ob Metzingen seine beiden alten Bäder renoviert bekommt oder ein neues Kombibad erhält, sollte von seinem Bürgerrecht Gebrauch machen und am Sonntag, 18. November, zur Wahl gehen. Wer die Debatte verfolgt, die derzeit in den Medien und auf Plakaten in der Innenstadt ausgetragen wird und sich mehr verwirrt als aufgeklärt fühlt, der sollte vorher in die achtseitige Informationsbroschüre der Stadt schauen. Hierin werden die unterschiedlichen Positionen noch einmal aufgelistet, die es zu diesem kontroversen Thema gibt: Wer nämlich mit »Ja« am 18. November stimmt, der entscheidet sich für die Sanierung und Erweiterung von Hallen- und Freibad.

Dahinter verbirgt sich die Bürgerinitiative »Erhalt und Ausbau der Bäder«, die den Bürgerentscheid vorangetrieben hat. Mit »Nein« stimmen muss, wer möchte, dass am Bongertwasen ein Kombibad gebaut wird. Hinter dieser Auffassung stehen die Vertreter der Bürgerempfehlung Zukunft Bäder, der Oberbürgermeister und Gemeinderat sowie die Bürgerinitiative »Pro Kombibad«. Auf den ersten drei Seiten finden die Metzinger die Informationen zum Verfahren des Bürgerentscheids, wer diesen will und wogegen er sich richtet. Außerdem wird dargestellt, was dem Beschluss des Gemeinderats vorausgeht. Hier wird nochmals die Vorgehensweise im Rahmen des Bürgerdialogs aufgeführt, an deren Ende eine Konsensuskonferenz stand, in der sich 20 Bürger (nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und den Bevölkerungsschnitt abbildend), Fachexperten sowie Schlüsselakteure (Schulen, Schwimmvereine, Jugendgemeinderat, Hallenbadarchitekt Dolmetsch, Zukunftsteam Stadtentwicklung / Aktiv-Park) zwei Tage lang das Für und Wider diskutierten und bewerteten.

Am Ende fiel die Entscheidung Pro-Kombibad aus und der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung. Auf den Seiten 4 und 5 stellen Oberbürgermeister und Gemeinderat ihre sechs Positionen dar. Ein klares Wort ist darin zur Wirtschaftlichkeit zu finden, die von den Kombibad-Gegnern immer wieder in Zweifel gezogen wird. Diese behaupten in ihrer Darstellung auf den Seiten 6 und 7, der Bau eine neuen Kombibades koste 30 Millionen Euro, die Sanierung der beiden alten Bäder aber nur Millionen Euro ohne jedoch diese Zahlen zu untermauern. Gemeinderat und OB verweisen an dieser Stelle, dass - bei vergleichbarer Größe und Ausstattung - ein Kombibad immer wirtschaftlicher ist als zwei getrennte Bäder, dass es aber unseriös wäre, jetzt schon konkrete Kosten zu benennen. Egal, ob es sich um den Neubau oder die Sanierung und Erweiterung der Bäder handele. Die letzte Seite der Info-Broschüre beschäftigt sich mit dem Wahlverfahren. Darin wird die Möglichkeit der Briefwahl benannt und wer letztlich abstimmen darf. Abstimmungsberechtigt sind wie bei der Kommunal- oder Oberbürgermeisterwahl alle Einwohner Metzingens mit deutscher Staatsangehörigkeit oder eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in der Stadt haben.                                                                                                                                                                                                                  –ber