Buchfink scheidet aus. Gestern hatte Herbert Buchfink offiziell seinen letzten Arbeitstag. Er war die letzten 27 Jahre bei der Stadt Metzingen beschäftigt. In dieser Zeit hat Buchfink drei Oberbürgermeister als Chefs gehabt, angefangen bei Gotthard Herzig über Dieter Hauswirth bis jetzt zu Ulrich Fiedler.

Für viele Bürger ist er so etwas wie das Gesicht, das hinter vielen Veranstaltungen steht – vor allem aber das des Metzinger Weihnachtsmarkts. Die Stadt veranstaltet jeweils am Wochenende des zweiten Advents auf dem Kelternplatz ein Weihnachtsdorf mit entsprechendem Warenangeboten und musikalischem/kulturellem Rahmenprogramm. Von Freitag bis Sonntag sorgen weihnachtlich geschmückte Holzhäuschen für ein tolles Ambiente umrahmt vom historischen Keltern-Ensemble. Samstags findet ein großer Weihnachtsmarkt mit über 150 Verkaufsständen in der Innenstadt von Metzingen statt, der vom Gewerbe- und Handelsverein veranstaltet wird und Jahr für Jahr rund 15 000 Besucher nach Metzingen lockt.

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Ein großes Event in der Sieben-Kelternstadt, das der Neuhäuser Herbert Buchfink 14 Jahre lang organisatorisch betreute. Buchfink war aber auch Fachmann für Sicherheitsfragen bei der Stadt. Er kontrollierte die städtischen öffentlichen Einrichtungen und Anlagen, beriet Mitarbeiter und Betroffene, informierte auf Anfrage auch die Bürgerschaft über Sicherheitsfragen im privaten Bereich. Zu den Höhepunkten in seiner beruflichen Laufbahn zählt Buchfink die Ausrichtung der Deutschen Straßen-Radmeisterschaften 1996 oder das Landesmusikfest im Jahr 2010. Seine guten Drähte zu den Metzinger Firmen verhalfen ihm häufig zu Sponsorengeldern, die für viele öffentliche Veranstaltungen gut eingesetzt werden konnten. Künftig kann es Herbert Buchfink nun ruhiger angehen lassen und einem seiner Hobbys frönen: Er ist aktiv bei den Dettinger Ermstalmusikanten. 


Glimpflich davongekommen. Wenn sich der Sommer langsam verabschiedet und die Tage wieder kürzer werden, beginnt für die Metzinger Weingärtnergenossenschaft die wichtige Zeit der Weinlese: Denn Anfang September haben die ersten Trauben den gewünschten Reifegrad erreicht. Durch eine sorgfältige Vorbereitung gelingt es, die Trauben in der Qualität, die der Weinberg hervorgebracht hat, auf die Kelter zu bringen. Der Höhepunkt des Winzerjahres. Als Mitte April der späte Frost über das Ermstal hereinbrach, befürchteten die Wengerter und auch die Genossenschaft das Schlimmste. Doch jetzt, wo die Trauben vom Metzinger Weinberg oder Neuhäuser Hofbühl zur Kelter in Neuhausen gebracht werden, hat sich die Stimmung aufgehellt. Die Schäden halten sich in Grenzen, auch die Öchslegrade passen, sodass mit einem guten Jahrgang gerechnet werden kann.

Der Vorstand und Geschäftsführer der Weingärtnergenossenschaft, Jörg Waldner, ist zufrieden. Nach und nach kommen die einzelnen Bottiche mit den unterschiedlichen Traubensorten nun in die Kelter. Die Reifezeit dauert bei den verschiedenen Rebsorten unterschiedlich lange: die Weinlese beginnt meist Anfang September mit dem Müller-Thurgau, danach der Dornfelder, dann Weiß- und Grauburgunder, Kerner, gefolgt von Chardonnay und Spätburgunder. Mit der Reife der Rieslingtrauben im Oktober kommt die Weinlese schließlich zum Ende. Von der Neuhäuser Kelter aus, geht der Transport der Trauben möglichst direkt weiter nach Möglingen bei Ludwigsburg zur Zentralgenossenschaft.