János Fodor tot. Noch im letzten Jahr durfte der ehemalige Bürgermeister von Metzingens Partnerstadt Nagykálló die Feiern zum 25-jährigen Jubiläum miterleben. Nun ist der gebürtige Budapester am 14. März im Alter von 82 Jahren in seiner Heimatstadt gestorben. 22 Jahre von 1980 bis 2002 war János Fodor Bürgermeister in der ungarischen Stadt. Die Wurzeln für die Städtepartnerschaft wurde von Metzinger Seite von Stadtrat Frieder Gaenslen gelegt, der mit seiner Tuchfirma Ende der 80er Jahre einen Kooperationsvertrag mit einer Tuchfabrik aus Nagykálló schloss. 1989 war dann der damalige Metzinger Bürgermeister Gotthard Herzig erstmals in Ungarn. Der Partnerschaftsverein Metzingen-Nagykálló wurde dann am 12. März 1993 aus der Taufe gehoben. Zuvor wurde im Oktober 1992 in Nagykálló die Verbindung zwischen beiden Städten feierlich besiegelt, an Pfingsten 1993 fanden die entsprechenden Festlichkeiten in Metzingen statt. Durch Fodors Unterstützung sind vielfältige menschliche Beziehungen und Kontakte geknüpft worden. Bereits 2004 wurde Fodor die Ehrenbürgerwürde der Stadt verliehen. Um ihn trauern seine Frau und zwei Söhne. Einer lebt mittlerweile in Metzingen. 

Mobile verabschiedet Eisinger. 77 Jahre alt ist mittlerweile Werner Eisinger - sozialdemokra-tisches Urgestein und ehemaliger Stadtrat. Das Ehrenamt war für ihn stets ein hohes Gut und er selbst ging mit bestem Beispiel voran. Jahrelang war er auch bei »Mobile« – Metzinger Bürgeren-gagement aktiv. Den Verein gibt es seit 2005 und Werner Eisinger war treibende Kraft. Der ehemalige Bürgermeister Michael Lucke war an Eisinger herangetreten eine Ehrenamtsbörse zu gründen. Gesagt getan. Peter Nißle, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter im Sozialamt erinnerte an die 15 Jahre, die beide verbinden und an die vielfältigen Ideen und Aktivitäten, die gemeinsam entwickelt wurden. Seit Februar 2005 betreibt Mobile nun schon mit Unterstützung der Metzinger Stadtverwaltung ein Büro im »Haus der Begegnung«, Am Klosterhof 13, als zentrale Anlaufstelle.

Dieses Büro ist laut Nißle der Ort, an dem Kommunikation und Bürgerengagement sichtbar wird, an dem Vernetzung und Information, aber auch Beratung und Begleitung stattfinden kann. Die durch Mobile entstandenen eigenständigen Gruppen haben die Möglichkeit, für ihre Aktivitäten die Räumlichkeiten im Haus der Begegnung zu nützen. Neben der Vermittlung und Vernetzung des Bürgerschaftlichen Engagements innerhalb der Bürgerschaft, will das Büro Mobile, Kooperation und Vernetzung zwischen Stadtverwaltung, Gemeinderat, Kirchen, freien Trägern, Unternehmen, Vereinen und Bürgerschaft fördern. Ein Schlaganfall traf ihn im vorigen Jahr unverhofft, so dass er sich gezwungen sieht, etwas kürzer zu treten. »Jetzt sind Jüngere dran«, meinte er bei der Verabschiedung vorige Woche.

Keine Windkrafträder. Keine vier Wochen ist es her, dass das Verwaltungsgericht Sigmaringen entschied, die denkmalschutzrechtlichen Bedenken die gegen den Standort Hohfleck auf der Gemarkung Sonnenbühl-Undingen bestünden, seien nicht von Bedeutung. Nun hat der Regionalverband Neckar-Alb eine Entscheidung getroffen, die zwar nicht den Undinger Standort betrifft, aber eine gewisse Richtung erkennen lässt. Eugen Höschele, Verbandsvorsitzender, erklärte, die bisherige regionale Windkraftplanung führe zum Ergebnis, dass in der Region Neckar-Alb im Teilregionalplan Windkraft kein substanzieller Beitrag zur Förderung der erneuerbaren Energien erfolgen könne. Im Klartext heißt dies nichts anderes als dass bei den untersuchten Standorten Hayingen, Pfronstetten und Haigerloch/Rangendingen/Grosselfingen der Schwarzstorch und der Rotmilan als schützenswerte Arten eine Planung verhindern. Außerdem, so Höschele, verfolge der Regionalverband auch den Standort Engstingen/St. Johann nicht weiter, weil er im Landschaftsschutzgebiet liege. Übrig bleibe der Standort »Planwald« bei Gomadingen, da dieser bereits 2016 genehmigt worden sei.

Planungen bezüglich des Baus gibt es dort noch nicht. Und am Standort Römerstein-Donnstetten müsse der Artenschutz zunächst untersucht werden. Peter Seifert erklärte, wie die Zahl der vorab als windgünstig genannten Standorte - Voraussetzung sind 5,75 Meter Wind pro Sekunde - nach und nach zusammenschrumpfte. Waren es 2014 noch 41 Suchräume mit 2035 Hektar und 250 Windrändern, blieben im November vorigen Jahres gerade noch 519 Hektar und 58 Windräder übrig. Höschele wehrte sich gegen den Eindruck, der Regionalverband sei Verhinderer von Windkraft. Was nun den Standort Hohfleck auf der Gemarkung Undingen anbelangt, wo fünf Windräder entstehen sollen, beginnt nun die Untersuchung, ob der Artenschutz das Projekt zum Stillstand bringt. Wenn ein Rotmilan-Horst gefunden werde, der aber nicht mehr belegt ist, könnten laut Seifert Windräder gebaut werden. Doch zur Ablehnung des Baus würde schon führen, wenn festgestellt wird, dass der Rotmilan das Gebiet überfliegt.Zu denken geben sollte den Windkraftbefürwortern auch die Tatsache, dass in den vergangenen zwölf Jahren im Bereich des Regionalverbandes keine Windkraftanlage gebaut worden ist.                                                                                                                                                                                                                       –ber