Flagge zeigen. Die Aktion des internationalen Flaggentags hat schon eine gewisse Tradition in Metzingen: Die Hoffnung auf Frieden und atomare Abrüstung soll sichtbar werden. Initiiert wird sie von der Aktion »Bürgermeister für den Frieden«. Am Donnerstag, 8. Juli, ist es wieder soweit, wenn weltweit Flaggen für atomare Abrüstung aufgezogen werden. In Metzingen wird sich, wie bereits im vergangenen Jahr, Oberbürgermeister Ulrich Fiedler an dieser Zeichensetzung beteiligen. Weil aber der Frieden alle angeht, möchte der ökumenische Arbeitskreis Frieden in Metzingen zusammen mit dem Oberbürgermeister und der Galeristin Bettina Scharping eine ganz besondere Mitmach-Aktion für Kinder und Jugendliche starten: Metzinger Schülerinnen und Schüler sind aufgefordert, ihre eigenen »Flaggen für den Frieden« zu gestalten und auszustellen. So sollen viele sichtbare Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen entstehen. Alle Metzinger Schulen, Jugendgruppen und -Vereine sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen, die auf kreative Weise zum Nachdenken über den Frieden auf unserer Erde anregt. Die Fahnen müssen natürlich nicht aus Stoff sein – Papier, Karton, Recyclingmaterialien..., der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, heißt es in der Ausschreibung. Und die Flaggen können auch in Gruppenarbeiten entstehen. Die bunten »Flaggen für den Frieden« sollen am 8. Juli um 11 Uhr vor dem Rathaus in Metzingen ausgestellt werden, wo dann auch die Fahne der »Mayors for peace« wehen wird. Alle Klassen und Gruppen, die sich an der Aktion »Flagge zeigen für den Frieden« beteiligen möchten, senden dazu bitte eine Nachricht per eMail, aus der hervorgeht: Name der Gruppe/Klasse; Anzahl der Flaggen; Kontaktperson. Die eMail bitte senden an: scharping.artdeco@t-online.de


Schnell zum Stausee. Dass die Ortschaftsräte in Glems und in Neuhausen sich einig sind, ist nicht von Natur aus gegeben. Doch die beiden Metzinger Teilorte haben ein gemeinsames Problem und das ist die Stauseestraße. Schon seit längerem wird sie als gefährlich und deshalb sanierungsbedürftig eingestuft. Bereits vor zwei Jahren übernahm der Neuhäuser Friedemann Salzer einen Vorstoß zur Sanierung der Holperstrecke eine Planungsrate in den Haushalt einzustellen. Einen Schulterschluss mit den Neuhäusern vollzogen die Glemser. Die Hoffnung für die aktuelle Haushaltsberatung im Gemeinderat war, dass wenn beide Teilorte die Sanierung priorisieren, das Anliegen auf offene Ohren stößt, schließlich nutzen auch die Metzinger die Stauseestraße, um nach Eningen oder Reutlingen zu kommen. Die Verwaltung hatte die Sanierung des oberen Streckenabschnitts eigentlich erst für das Jahr 2022 geplant. Grund: Es gebe Straßen in der Stadt, die in einem deutlich schlechteren Zustand sich befänden. Außerdem verwies die Stadt auf die alte verkehrswissenschaftliche Erkenntnis, dass neue oder besser ausgebaute Straßen mehr Verkehr anziehen. Doch letztlich siegten voriges Jahr im Gremium die Argumente, dass für Radfahrer, Traktorfahrer oder Autolenker, die Rüttelstrecke nicht mehr zumutbar sei und eine schnellere Sanierung notwendig werde. Nun kommt Bewegung in die Sache, denn im Glemser Ortschaftsrat stellte Giovanni Di Maria von der Metzinger Stadtverwaltung die Pläne zur Sanierung der Stauseestraße vor. Diese liegt zwar auf Neuhäuser Gemarkung, also eine Entscheidung der Neuhäuser, aber über die Straße sind viele Feldwege angebunden, die auf die Glemser Gemarkung führen. Insofern war die Zustimmung der Glemser notwendig. Nach den Worten von Di Maria wird die zwei Kilometer lange Straße von der Einmündung in die Landesstraße beim Stauseehotel bis zum bereits neu asphaltierten Teil am Ortsausgang Neuhausen saniert. An der Trasse selbst wird nichts geändert. Die Straße, die in den 60er Jahren von den Neckarwerken gebaut wurde, als der Stausee errichtet wurde, erhält durchgängig eine Breite von fünf Metern und auf ihrer ganzen Länge eine neue Asphalttragschicht. Die Arbeiten an der Stauseestraße beginnen im September und sollen etwa zwei Monate später abgeschlossen sein. Die Kosten für den Ausbau liegen bei 850 000 Euro.