Brodbeck gewählt. Der neue Bürgermeister der Gemeinde Grafenberg heißt Volker Brodbeck. Mit einem Ergebnis von 96,6 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde der 47-Jährige am Sonntag gewählt. Von den 2218 Wahlberechtigten gingen 942 zur Wahlurne. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 43 Prozent. Der frisch gewählte Schultes äußerte seine Freude über die Wertschätzung, die ihm durch die Grafenberger mittels Wahlzettel widerfahren war. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern präsentierte sich Brodbeck nach der Auszählung den Grafenbergern. Sein Dank galt auch seinem früheren Chef, Dettingens Bürgermeister Michael Hillert, der ihm in den letzten Wochen viel Freiraum für den Wahlkampf gegeben habe. Als Gratulanten waren zudem der Bundestagsabgeordnete Michael Donth sowie die Bürgermeister von Metzingen, Ulrich Fiedler, Riederich, Tobias Prokop und Kohlbergs stellvertretender Bürgermeister Stefan Ade gekommen. Volker Brodbeck, evangelischen Glaubens, verheiratet und zwei Kinder, ist in Metzingen-Neuhausen aufgewachsen und wohnt auch dort. Beruflich ist Brodbeck momentan noch Amtsleiter und stellvertretender Bürgermeister in Dettingen an der Erms. Nach einer soliden handwerklichen Berufsausbildung als Industriemechaniker absolvierte er die Fachhochschulreife und studierte an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Mannheim. Mit dem Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) hat er mehrere Stationen in verschiedenen öffentlichen Verwaltungen durchlaufen. Noch steht die obligatorische Wahlprüfung aus. Falls es keine Beanstandungen gibt, soll Brodbeck zum 1. September offiziell in sein Amt eingeführt werden. 

Windpark Hohfleck. Im Streit um die Errichtung von Windrädern der Firma Sowitec auf dem Hohfleck auf Undinger Gemarkung ist jetzt das Landratsamt Reutlingen aktiv geworden. Es hat gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Sigmaringen vom 14. Februar 2019 über die denkmalschutzrechtliche Zulässigkeit von Windenergieanlagen beim Schloss Lichtenstein die Zulassung der Berufung beantragt. Das Verwaltungsgericht Sigmaringen geht in den Anfang Juni 2019 veröffentlichten Urteilsgründen im Gegensatz zu Landratsamt, Regierungspräsidium Tübingen und dem Landesamt für Denkmalpflege beim Regierungspräsidium Stuttgart davon aus, dass die fünf Windenergieanlagen nicht zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Denkmalschutzes des Schloss Lichtensteins führen. Das Verwaltungsgericht Sigmaringen hat außerdem hinsichtlich der Erheblichkeit der Beeinträchtigung des Kulturdenkmals auf eine gewandelte Einstellung des Durchschnittsbetrachters gegenüber der Windenergie abgehoben. 
»Nach unserer Auffassung führen die Errichtung und der Betrieb von fünf Windenergieanlagen an dieser Stelle zu einer erheblichen und dauerhaften Beeinträchtigung des Umgebungsschutzes des eingetragenen Kulturdenkmals Schloss Lichtenstein«, erklärt Landrat Thomas Reumann. Wesentliche Grundlage für diese Beurteilung sei die künstlerische Konzeption des Architekten Carl Alexander Heideloff gewesen, der die wichtigen Perspektiven auf das Schloss definiert hat. »Die Frage der Vereinbarkeit von Windenergieanlagen mit dem Denkmalschutz ist von grundsätzlicher Bedeutung. Es handelt sich hier um eine Fragestellung, die weit über das Schloss Lichtenstein hinausgeht. Uns ist deshalb eine obergerichtliche Entscheidung durch den Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg wichtig. Wir erwarten klare Kriterien für den Denkmalschutz. Dies sei auch im Hinblick auf die Planungssicherheit von Investoren von großer Bedeutung«, so Reumann.          -ber