Klaus Kinkel ist tot. Der frühere FDP-Vorsitzende und ehemalige Bundesaußenminister starb am Dienstag, 5. März im Alter von 82 Jahren. Der gebürtige Metzinger war bekannt für seine schwäbischen Redewendungen, die er auch auf internationelm Parkett gern zum besten gab. Michael Theurer, der Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg, dazu: »Mit Klaus Kinkel verlieren die Freien Demokraten eine Ausnahmepersönlichkeit und einen herausragenden Vertreter des Südwest-Liberalismus. Wer das Glück hatte, ihm persönlich begegnet zu sein, wird ihn nicht vergessen. Er hatte die Fähigkeit auf Menschen zuzugehen, sie für sich einzunehmen. Er war ein feiner Mensch und Menschenfreund. Sein Tod macht mich sehr traurig. Die Verdienste von Klaus Kinkel sind zahlreich: Zusammen mit Hans-Dietrich Genscher war er in Zeiten großer innen- und außenpolitischer Herausforderungen Verteidiger des liberalen Rechtsstaats. Als Justizminister war er mit Wolfgang Schäuble Architekt des Einigungsvertrags, als Außenminister hat er die Europäische Einigung und Währungsunion maßgeblich gestaltet und sich unermüdlich für die deutsch-israelische Freundschaft eingesetzt. Doch auch für seinen Einsatz für Kinder und Menschen mit Behinderungen wird Klaus Kinkel in Erinnerung bleiben«. 

Fundsachen Online. Das digitale Zeitalter macht auch vor der Fundsachenversteigerung nicht Halt. Da macht auch Dettingen keine Ausnahme. Eigentlich funktioniert alles so wie bei Ebay – nur umgekehrt. Fundsachen gibt es in Dettingen an zuhauf, die gefunden und nicht mehr abgeholt wurden. Und im Bürgerbüro, im Fahrradlager auf dem Bauhof sind Keller und Schränke voll. Bei der Fundsachenauktion kann jeder diese Gegenstände ersteigern - via Datennetz- mit der Online-Auktion. Das zuständige Fundamt im Bürgerbüro der Gemeinde führt zum vierten Mal diese Online-Versteigerung zusammen mit der Firma GMS Software GmbH durch. Zur Versteigerung kommen Fahrräder, Kinderroller und diverse Gegenstände wie Uhren, Sonnenbrillen und Drohnen. Die Fundsachen sind seit dem 21. Februar vier Wochen lang zur Vorschau auf der Online-Auktionsplattform (http://www.fundus.eu) zu begutachten. Bequem können sich dann potenzielle Bieter die Fundsachen von zu Hause aus anschauen. Am Donnerstag, 21.März startet die Auktion um 19 Uhr für die Dauer von zehn Tagen.

Anders als bei Ebay werden Mindest- und Höchstgebote abgegeben, wobei sich die Preise mit jedem Tag bis zum Versteigerungsende verringern. Wer sich für einen Fundgegenstand interessiert, hat dann zwei Möglichkeiten: zum aktuellen Preis sofort kaufen oder abwarten, dass der Gegenstand günstiger wird mit dem Risiko, dass ein anderer Bieter schneller ist. Wer glaubt im Internet Dinge erkannt zu haben, die er verloren hat, kann sich beim Bürgerbüro der Gemeinde bis zum Beginn der Versteigerung melden. Allerdings muss er natürlich durch ein entsprechendes Foto oder einen Kaufbeleg nachweisen, dass er wirklich der Eigentümer ist. Hat die Versteigerung begonnen, kann kein Eigentum mehr an den Gegenständen geltend gemacht werden. Die Abholung der ersteigerten Gegenstände wird an zwei Terminen möglich sein, diese werden im Internet noch bekannt gegeben. 

Müllfrevel am Stettertsee. Die Hohlköpfe sterben nicht aus. Obwohl jede Kommune mittlerweile für alle Müllarten Sammelstellen eingerichtet haben, regelmäßig Sperrmüll, Biomüll oder Gelber Sack vor dem Haus abgeholt werden, hört die wilde Müllentsorgung nicht auf. Umweltfrevler haben jüngst am Metzinger Stettertsee parallel zur Eichbergstraße Richtung Eningen ihren Sperrmüll einfach abgeladen. Und dies obwohl keine 400 Meter Luftlinie entfernt, sechs Tage die Woche, ein Entsorgungsunternehmen geöffnet hat, das jegliche Form von Müll annimmt. Von Spaziergängern gefunden wurden leere Farbeimer, Pinsel, Plastikkanister, Folien, Holz aber auch Autofelgen. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Bislang ist die Polizei bei der Suche nach dem oder den Tätern noch nicht weitergekommen. Sie ruft deshalb Spaziergänger, die am vergangenen Wochenende im Maienwald rund um den Stettertsee unterwegs waren und etwas bemerkt haben, auf, sich bei der Polizei zu melden. Der Metzinger Bauhof reagierte schnell bereits am Montagmorgen wurde der Müll komplett eingesammelt und der Stettertsee kann wieder gesäubert dem Frühling entgegensehen.                                                                                                                                                                                                                        –ew/ber