Geschlossen. Am kommenden Montag, 27. Mai, sind sowohl die Stadtverwaltung Metzingen als auch die Stadtwerke Metzingen gangtägig geschlossen. Grund dafür ist, dass an diesem Tag die Kommunalwahl ausgezählt wird. Dabei helfen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ab Dienstag, 28. Mai, sind wir wie gewohnt erreichbar.

Wertvolle Tipps. Wer eine ausländische Haushaltshilfe im Haushalten mit einem Pflegebedürftigen engagieren will und nicht recht weiß, wie’s funktioniert, der sollte sich heute Abend etwas Zeit nehmen. Der Pflegestützpunkt hat Cornelia Weber, Geschäftsführerin und Fachberaterin für die Themen Gesundheit, Alter, Pflege beim Diakonischen Werk in Tübingen, eingeladen. Von 19 bis 21 Uhr gibt es im Schönbeinsaal der Begegnungsstätte Am Klosterhof 13 in Metzingen jede Menge Antworten, welche legalen Möglichkeiten bestehen. Die Teilnahme ist kostenlos. 

Dauerbaustelle Amanduskirche. Sakralbauten, besonders solche, die seit Jahrhunderten existieren wie der Kölner Dom oder das Ulmer Münster sind eine Dauerbaustelle für Restaurateure. Da macht die Bad Uracher Amanduskirche keine Ausnahme. Sie ist ein Kirchenschatz, den es zu bewahren gilt. Vermutlich um 1474/75 beauftragte Graf Eberhard V. seinen Baumeister Peter von Koblenz, die spätgotische Stiftskirche zu bauen. Die Fertigstellung des Kirchenbaus erfolgte erst nach dem Tod des »Grafen im Barte« um 1500. Peter von Koblenz erlebte sie selbst knapp auch nicht mehr, er wurde 1501 dort begraben. Im selben Jahr vollendete sein Nachfolger Marx Welling die Kirche mit der westlichsten Seitenkapelle des Nordschiffs. Eine Sehenswürdigkeit in der Kirche ist der ehemalige Betstuhl des Landesherrn Eberhard im Bart. Der aus Eichenholz geschnitzte spätgotische Stuhl ist knapp sechs Meter hoch.

Den Erhalt der Kirche zu gewährleisten hat sich ein eigener Verein gegründet, dessen Vorsitzender Pfarrer Wilhelm Keller ist. Architekt Gerhard Keppler ist der zweite Vorsitzende. Keller berichtete, was alles im letzten Jahr saniert wurde: Angefangen bei der Sanierung des Daches, der Erneuerung der Kreuzblumen oder der Restauration des Kircheninneren. Ein Prunkstück im vorigen Jahr war die Erneuerung der Kanzel. Das alles kostet Geld, aber den Bad Urachern ist ihre Amanduskirche etwas wert. Der Kirchenbauverein brachte 2018 100 000 Euro zusammen, für das Chordach wurden 130 000 Euro gespendet. 128 000 Euro kamen vom Landesdenkmalamt. Weitere 30 000 Euro kamen von der Stadt und der Oberkirchenrat beteiligte sich mit 40 Prozent an den Kosten. Nun soll als nächstes das Brauttor oder auch Fürstentor der Amanduskirche restauriert werden.

Röhner für Stotz.Die Kurstadt hat einen neuen Stadtschäfer. Dietmar Stotz übergab das Amt, das in der Schäferlaufstadt eine stolze Tradition hat an Christoph Röhner, der in Lenningen einen eigenen Hof mit 500 Muttertieren und 100 Jungtieren betreibt. Der 44-jährige Stotz, der bereits 1993 Stadtschäfer geworden war, gibt das Amt schweren Herzens auf. Er hatte das Amt von Vater Wilhelm Stotz übernommen – einem Urgestein der Schäferei, der aber 2015 überraschend verstorben war. Nun kümmert sich Stotz Junior um die Familienschäferei in Blaustein. Röhner betreibt sein landwirtschaftliches Anwesen zu dem auch noch 120 Zwergzebu-Rinder gehören, zusammen mit seiner Frau und Schäfermeister Martin Schmid. Der mittlerweile 31 Jahre alte Röhner kaufte sich vom Konfirmationsgeld seine ersten drei Schafe. Seit 2016 betreibt er den Schäferhof in der Nähe von Lenningen in Eigenregie. Röhner setzte sich gegen einen weiteren Mitbewerber durch. Von Vorteil war, dass der Lenninger in Bad Urach quasi seine zweite Heimat hat. Fünf Jahre arbeitete er bei der Straßenmeisterei in der Kurstadt, im Ortsteil Seeburg betreibt er aktiv Landschaftspflege am Hardt- und Burgberg. Landschaftspflege ist heute ein wichtiges finanzielles Standbein für die Schäfer. Als Stadtschäfer kommen nun Flächen am Tiergarten, im Gewann Wölflin und im Seltbachtal hinzu.

Wasserrad Klostermühle. Die Klostermühle mit dem Stadtmuseum ist ein touristisches Prunkstück der Kurstadt Bad Urach - vor allem das historische Mühlrad, das durch das Wasser der Erms angetrieben wird. Seit Ende 2016 dreht sich das Rad jedoch nicht mehr. Mit einem Quietschen hatte alles angefangen. Die Lager des Mühlrades hatten sich festgesetzt und gerade noch rechtzeitig, ehe eventuell sogar ein Brand entstehen konnte, wurde das Mühlrad abgestellt. Der Zahn der Zeit und kalkhaltiges Wasser haben der Anlage zugesetzt. Die Geschichte des Wasserrades an der Klostermühle reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Bereits 1454 ist die erste urkundliche Erwähnung der Mühle zu finden. 1876 brannte das Gebäude ab. Es dauerte 31 Jahre bis die Mühle wieder voll funktionsfähig war und Strom erzeugen konnte.

Mit im Boot bei der Sanierung des Mühlrades ist das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg. Es vermittelte den Kontakt mit der Heidenheimer Firma Voith, die zum einen Kenntnisse hat, wie so ein altes Mühlrad wieder auf Vordermann gebracht werden kann und zudem ihre Azubis schickte, die sich um den Generator kümmerten. Völlig erneuert werden muss das gusseiserne Zahnrad im Inneren der Klostermühle, das stolze 2,6 Meter im Durchmesser hat und rund 1000 Kilogramm auf die Waage bringt. Die Arbeiten gehen gut voran, auch im Außenbereich, wo die steinernen Widerlager saniert werden mussten. Bürgermeister Elmar Rebmann ist optimistisch, dass bis zum Schäferlauf im Juli sich das Wasserrad wieder dreht.                                                                                                                                                                                                                      –ew/ber