Geld für »Laible und Frisch«. In ihrer letzten Vergabesitzung des Jahres bewilligten die Juroren der MFG Filmförderung Baden-Württemberg rund 3,7 Millionen Euro für insgesamt 23 Projekte aus den Bereichen Drehbuch, Produktionsvorbe-reitung und Produktion. Von diesem Geld gehen 80 000 Euro an die Schwabenlandfilm in Dettingen. Dahinter verbirgt sich niemand anderes als Frieder Scheiffele, der »Vater« von Laible und Frisch. Begonnen hat alles im SWR-Fernsehen. Der humorvolle Familienzwist zwischen dem norddeutschen Großbäcker Manfred Frisch (Simon Licht) und dem schwäbischen Kleibäcker Walter Laible (Winfried Wagner) wurde dort ein echter Renner: Immerhin verfolgten bis zu 900 000 Zuschauer jede Folge. Der Marktanteil der zwölfteiligen Mundartserie lag deutlich über dem Senderschnitt und sorgte auch bei jungen Zuschauern für außergewöhnlich großes Interesse. Das Format wurde an der Filmakademie Baden-Württemberg entwickelt und 2009/10 von Schwabenlandfilm mit Förderung der MFG Filmförderung Baden-Württemberg ausschließlich an Originalschauplätzen in um Bad Urach gedreht. Die Mischung aus regionalen und aktuellen Geschichten und beliebten Schauspielern begeisterten das Publikum. In der Spielzeit 2014/15 sowie 15/16 folgten die »Laible und Frisch«-Theaterstücke »Bühnenreif« und »Gut geklaut ist halb gebacken« in der Stuttgarter Komödie im Marquardt mit über 40 000 Besuchern. Am 28. Dezember feierte dann der Spielfilm »Do goht dr Doig« Premiere - sozusagen die Krönung des Ganzen. Bis zum Jahresende, so hofft Frieder Scheiffele, werden rund 80 000 Fans den Kinofilm gesehen haben. Mit der Bezuschussung wird der Weg frei gemacht für die Fortsetzung unter dem Titel »Laible und Frisch - Wer die Wahl hat«. Im Hintergrund des eskalierenden Streits zwischen Unternehmer Manfred Frisch und dem frisch pensionierten Bäckermeister Walter Laible um das Amt des Schafferdinger Bürgermeisters droht dem Dorf eine Katastrophe biblischen Ausmaßes.

Tempobremse. Schrittgeschwindigkeit ist in der Hülbener Straße im verkehrsberuhigten Bereich vorgesehen, aber niemand hält sich daran. Höchstens sieben Kilometer pro Stunde darf der Tacho eines Autos anzeigen, um das Tempolimit nicht zu überschreiten. Überprüft hat die Gemeinde unser mobiles Tempogerät in der Hülbener Straße, »Ates Rathaus« mit dem Messbereich auf Höhe des Mühlgässle aufgestellt. Technisch war eine Aufstellung auf Höhe des »Mittleren Backhauses« nicht möglich. Die Geschwindigkeitskontrolle wurde über einen Zeitraum von 14 Tagen beidseitig durchgeführt (siehe Anlage 1). Dabei wurden 1934 Fahrzeuge kontrolliert. Die Geschwindigkeitsüberschreitung liegt insgesamt bei 91,5 Prozent. Die Höchstgeschwindigkeit bei 55 und die V85 bei 24 Stundenkilometer. Diese Kennzahl wird von Verkehrsingenieuren verwendet als die Geschwindigkeit, die von 85 Prozent der gemessenen Fahrer eingehalten und von 15 Prozent überschritten wird. Nicht in Bezug auf die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung, sondern auf die tatsächliche gefahrene Geschwindigkeit. In der inneren Hülbener Straße ist die V85 mit 24 Stundenkilometern gegenüber der zulässigen schrittgeschwindigkeit (sieben Stundenkilomter) deutlich überschritten. Die Verwaltung sah daher Handlungsbedarf. Im Juli wurde beschlossen, die Autofahrer einzubremsen. Nun bremsen gelbe Schweller die Schnellfahrer. Zunächst noch provisorisch. Mit der Sanierung der Straße dann fest verankert.                                                                                                                                     –ber