Zwei Fahner vergeben. Für alle Viertelesschlotzer in und um Metzingen haben vorigen Samstag die schönsten neun Tage des Jahres begonnen: Das Metzinger Sieben-Keltern-Fest. Die quasi größte Besenwirtschaft der Sieben-Keltern-Stadt hat geöffnet. Getragen wird das Traditionsfest vom Förderkreis Metzinger Keltern (FMK), der fast 400 Mitglieder zählt: Aktive und passive, junge und alte, Metzinger und Zugezogene, Laien und Fachleute in Sachen Keltern und Wein, wollen mit dem Museum und den vielfältigen Aktivitäten die Erinnerung an den seit dem 11. Jahrhundert in Metzingen gepflegten Weinbau wach halten. Der Förderkreis hat den Zweck, den Erhalt, die Restaurierung und weitere sinnvolle Nutzung der Metzinger Keltern, des Kelternplatzes, sowie der Umgebungsbebauung des Kelternplatzes und weiterer Objekte, die mit dem Weinbau verbunden sind, zu fördern. Der Förderkreis ist Träger des Weinbaumuseums in der Herrschaftskelter und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

Die Gelder für die Trägerschaft des Museums werden durch den Museumsbetrieb, Weinproben, Events und Veranstaltungen wie das Sieben-Keltern-Fest erwirtschaftet. Rätsche und Besen sind das Signal, dass das größte Weinfest der Stadt eröffnet ist. Werner Kehrer und Herrmann Eberle trugen zusammen mit Oberbürgermeister Ulrich Fiedler den Besen feierlich über den Kelternplatz und richteten ihn auf. Die musikalische Begleitung übernahmen Berend Kayser und Bruno Seitz von den Hofbühlmusikanten mit ihren Alphornklängen. Lob gab es von allen Seiten für den guten Jahrgang 2018, der mittlerweile schon in den Fässern ruht. Wie jedes Jahr wurden zwei verdiente Akteure rund um den Metzinger Weinbau geehrt. Der Fahner, ein üppiges und farbenprächtiges Traubengebinde, ist die optische Wertschätzung der ehrenamtlichen Tätigkeit. Dieses Jahr erhielten ihn das FMK Mitglied Walter Veit, seit 1979 dabei und zwölf Jahre lang Vorsitzender des Förderkreises. Brigitte Schaal, Sängerin beim Liederkranz Eintracht, wurde für ihr Engagement bei der Ausrichtung des Weinfestes geehrt.

Matizzo macht mobil. Das Haus Matizzo, das seinen Sitz in der Christophstraße hat und hinter dem sich der Diakonische Förderverein verbirgt, will ab 2019 einen Fahrdienst für ältere Mitbürger unter dem Motto »Metzingen chauffiert« anbieten. Manuela Seynstahl, Peter Nißle und die zukünftige Einsatzleiterin Birgit Mezger haben kürzlich die Pläne vorgestellt. Für Senioren ist es mit zunehmendem Alter und wenn zudem eine Gehbehinderung vorliegt, zum Arzt, in die Apotheke oder zum Einkaufen zu kommen. Taxifahrer sind im Übrigen nicht immer erfreut, wenn sie nur für eine Kurzstrecke gerufen werden. Keine Konkurrenz, aber eine Alternative soll der Fahrdienst sein, der zunächst zwei Mal in der Woche angeboten werden soll. Jeweils von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 sollen mittwochs und donnerstags Fahrten geordert werden können. Als Fahrzeug steht für die auf ein Jahr geplante Testphase ein so genanntes Teil-Auto zur Verfügung das mit Erdgas fährt. In diesem Jahr wird sich nach Aussage der Verantwortlichen zeigen, ob ausreichend Bedarf ist. Das Auto fährt innerhalb von Metzingen und von Riederich. Benötigt werden allerdings noch Fahrer, die ein Mindestalter von 25 und ein Höchstalter von 70 Jahren haben und bereit sind ehrenamtlich die Senioren zu fahren. Als Vorbereitung erhalten sie ein Fahrtraining und eine gezielte Schulung im Umgang mit älteren und behinderten Menschen. Auskünfte per Telefon gibt Manuela Seynstahl unter der Nummer 07123/9 10 20 24.  –ber