»Mocki bei Let’s Dance«. Ihre Fans nennen Sie liebevoll »Mocki«. Für Nichteingeweihte: Sabrina Mockenhaupt. Sie ist eine der erfolgreichsten Langstreckenläuferinnen Deutschlands. Im vergangenen Jahr hat die in Metzingen mit ihrem Lebensgefährten Kay Gregor wohnende 39-Jährige ihre Laufschuhe an den Nagel gehängt und startet nun eine neue Karriere. Ab Freitag, 15. März, ist sie in dem beliebten RTL-Format Let’s Dance zu sehen. Die ausgebildete Sportsoldatin startete ihre Laufkarriere im Alter von 16 Jahren, was vergleichsweise spät war. Ihre Leidenschaft für das Laufen kommt jedoch nicht von ungefähr: Sabrinas Eltern sind mehrmalige deutsche Meister im Marathonlauf und unterstützen ihre Tochter auch heute noch bei Wettkämpfen. Auch Mockenhaupts Zwillingsbruder ist passionierter Läufer. Zusammen liefen die Zwillinge im Oktober 2011 in Frankfurt ihren ersten gemeinsamen Marathon.

Sie ist 45-fache deutsche Meisterin im 3000-, 5000- und 10 000- Meter-Lauf sowie im Straßen- und Crosslauf, nahm an drei Olympischen Spielen teil (Athen 2004, Peking 2008, London 2012) und belegte vordere Platzierungen bei etlichen Europameisterschaften. Ihren ersten deutschen Meistertitel erkämpfte sich die damals 20-jährige 2001 in Stuttgart. Darauf folgten zahlreiche Goldmedaillen und Meistertitel in den unterschiedlichen Disziplinen. Neben unzähligen nationalen Wettkämpfen ging es für Sabrina 2002 zu der Europameisterschaft nach München, ihre erste Medaille gewann sie beim Europa-Cup 2005 in Madrid. Nun tauscht die Neu-Metzingerin Laufschuhe gegen Tanzschuhe und macht das glamouröse Tanzparkett unsicher. Es ist mittlerweile die zwölfte Staffel von Let’s Dance. Welchen professionellen Tanzpartner sie an die Seite gestellt bekommt, ist noch nicht bekannt. Dass Sie gerne tanzt gibt sie unumwunden zu: »Keine Tanzfläche war nach einem sportlichen Event vor mir sicher«, schreibt sie auf Instagram.

9267 Gegenargumente. So leicht, wie sich die Klinikverwaltung der Kreiskliniken Reutlingen die Schließung der stationären Notfallchirurgie in der Bad Uracher Ermstalklinik vorgestellt hat, läuft diese nicht ab. Zwar ist die Schließung vollzogen worden, aber der Widerstand regt sich immer stärker. Nach der Verkündung der Entscheidung im Oktober bildete sich eine Bürgerinitiative in der Kurstadt aus zunächst 100 Mitstreitern. Darunter die beiden Gemeinderätinnen Irmgard Naumann und Uthe Scheckel. Vergangenen Donnerstag legte die Initiative Landrat Thomas Reumann, der gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiskliniken Reutlingen ist, eine Unterschriftenliste vor, auf der 9267 Menschen ihren Widerstand gegen die Schließung der Notfallchirurgie und für den Erhalt des Klinikstandorts zum Ausdruck brachten. Wie sehr das Thema die Bürger der Kurstadt und der angrenzenden Gemeinden umtreibt, beweist die Tatsache, dass dies seit 1999 die erste Bürgerinitiative ist.

»Mit ihren Unterschriften haben die Menschen ihre klare Erwartung nach einer guten und wohnortnahen Gesundheitsversorgung aus einem Guss formuliert«, betonte der Landrat Reumann. »Gesundheit ist keine Ware, ein Krankenhaus ist keine Fabrik«, konstatierte er. Aber zu konkreten Versprechungen ließ er sich trotz der geballten Unterschriften-Wirkung nicht hinreißen. Nicht nur Bad Urachs Ermstalklinik schreibt rote Zahlen, in der Münsinger Albklinik und in Reutlingen sieht es nicht besser aus. Allein am Standort Steinenberg stehen in den kommenden Jahren Investitionen im Bereich von 160 Millionen Euro an. Die Gemeinden im Landkreis haben in der Vergangenheit rund 24 Millionen Euro als Krankenhaus-Solidarbeitrag beigesteuert und so die Bilanzverluste übernommen. Auch im Personalbereich stehen weitreichende Veränderungen an. Am 30. April 2020 geht einer der beiden Geschäftsführer, Norbert Finke, in den Ruhestand. Friedemann Salzers Vertrag läuft dagegen aus.

Neues aus der Outlet-City. Es geht Schlag auf Schlag auf dem ehemaligen Gaenslen & Völter-Areal. In den zwei nächsten zwei Wochen bis zum 1. April eröffnen 16 neue Läden, davon drei mit kulinarischen Angeboten: Bei Starbucks einen Kaffee trinken, bei Amorino ein Eis genießen und bei Mövenpick Gegrilltes, eine Pizza oder fleischlose Kost zu sich nehmen. Dazu kommen neue Einkaufstempel beispielsweise von Breitling, Versace, Philipp Klein, Karl Lagerfeld, Peuterey, Patrizia Pepe, Gant, Vilebrequin oder Kjus. Noch steht nicht fest, wann genau das Herzstück auf dem 6,5 Hektar großen Areal zum großen Opening einlädt: Die Rede ist vom Hugo Boss-Flagship-Store, der dann endlich aus seiner beengten Lage zwischen Reutlinger- und Kanalstraße herauskommt und auf dem Hugo-Boss-Platz Anziehungspunkt der Outlet-Touristen sein soll. Die Erms soll dabei ebenfalls wieder erlebbar werden. Integriert auf dem neuen Gelände sind für Besuchern aus dem In- und Ausland eine Tiefgarage, die schon benutzt werden kann sowie zwei neue Hotels die noch mehr Grund zum Verweilen bieten sollen.                                                                        –ber