Schokolade verkauft sich gut. Das gibt es nicht alle Tage, dass eine Metzingerin in den Bestsellerlisten aufgeführt wird. Mit ihrem Buch »Die Schokoladenvilla« hat Maria Nikolai dies geschafft. Erschienen ist das Buch bereits am 8. Oktober vorigen Jahres. Großes Lob gab es in der SWR-Sendung »Kaffee oder Tee«: »Unheimlich gut recherchiert. Man bekommt sehr viele Informationen darüber, wie in Stuttgart zu dieser Zeit gelebt wurde. Auch was fürs Herz, ein richtig schöner Sofaschmöker.« Im Dezember tauchte der Roman dann in der Kategorie Taschenbuch auf Rang 12 der Spiegelbestsellerliste auf. Er handelt in Stuttgart des Jahres 1903: Als Tochter eines Schokoladenfabrikanten führt Judith Rothmann ein privilegiertes Leben im Degerlocher Villenviertel. Doch die perfekte Fassade täuscht. Judiths Leidenschaft gehört der Herstellung von Schokolade, jede freie Minute verbringt sie in der Fabrik und entwickelt Ideen für neue Leckereien. Unbedingt möchte sie einmal das Unternehmen leiten. Doch ihr Vater hat andere Pläne und fädelt eine vorteilhafte Heirat für sie ein - noch dazu mit einem Mann, den sie niemals lieben könnte. Da kreuzt ihr Weg den des charismatischen Victor Rheinberger, der sich in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen will ... Die neue große Familiensaga in hochwertiger, liebevoller Winter-Romance-Ausstattung«, so heißt es in der Pressemitteilung des Verlags.

Maria Nicolai, die im wirklichen Leben Gudrun Maria Krickl heißt, erlebte eine behütete Kindheit am Fuße der Schwäbischen Alb. Nach dem Abitur 1987 machte sie eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau, studierte dann Betriebswirtschaft an der FH und schloss 1995 das Studium ab. Im gleichen Jahr heiratete sie ihre Studentenliebe und begann als Mitarbeiterin im Marketing bei EvoBus (Tochter im Daimler-Benz Konzern) 1995 -1999. Neben den Kindern und Ehemann, einem halben Haus und einem Teilzeit-Job als Referentin für Personal und Öffentlichkeitsarbeit begann sie sich ihrer Leidenschaft, dem Schreiben von Büchern zu widmen. Das erste erschien bereits 2007: »Tragödien der Völkerschlacht-Aus dem Tagebuch eines Zeitzeugen«. Weitere vier erschienen. Mit der Schokoladenvilla wagte sie jedoch den Schritt und veröffentlichte diesen in einem großen Publikumsverlag - dem in München ansässigen Random House (früher Bertelsmanngruppe). Am 25. Januar liest sie um 19.30 Uhr in Metzingen in der Stadtbücherei. Wer nach dem ersten Band »Schokoladenvillasüchtig« geworden ist, darf sich freuen, es folgen noch zwei Fortsetzungen der Stuttgarter Familiensaga.

Ermstalklinik in der Diskussion. Das Schicksal der Ermstalklinik in Bad Urach – neben Münsingen und Reutlingen ein Teil der Kreiskliniken – treibt die Bad Urach weiter um. Kurz vor Weihnachten wurde in der Festhalle noch einmal heftig um die Zukunft diskutiert. Fakt ist der Kostendruck steigt. Die Ermstalklinik ist Leidtragende. Bei einer Bettenauslastung von unter 40 Prozent ist ein wirtschaftlicher Betrieb kaum möglich. Für einen wirtschaftlichen Betrieb sind laut Norbert Finke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kreiskliniken 75 bis 80 Prozent notwendig. Das Einsparpotenzial beziffern die beiden Geschäftsführer der Kreiskliniken, Friedemann Salzer und Norbert Finke, mit rund 1,9 Millionen Euro. Das Fazit der Diskussion zog Landrat Reumann. Nur wenn die Städte und Gemeinden bereit gewesen wären, ein strukturelles Defizit der Kreiskliniken dauerhaft zu decken, wäre eine Fortführung möglich gewesen. Mittlerweile hat die Zukunft bereits begonnen. Seit 1. Januar gibt es anstelle der wegfallenden Chirurgie eine ambulante unfallchirurgische Facharztpraxis. Außerdem wurde in der Altersmedizin das Bettenkontingent erhöht, ebenso in der Neuro-Abteilung. Erhalten bleibt die 24stündige Notfallversorgung mit einem Rettungswagen.                                                                                              –ber