Zertifiziertes Dettingen. Die Spannung steigt: In wenigen Tagen, genau genommen am Dienstag, 17. Oktober, kommt eine Jury in die Ermsgemeinde, um sich von den gesunden Strukturen dort zu überzeugen. Geht alles gut, wird der Gemeinde noch im Dezember das Label »Gesunde Gemeinde« verliehen. Damit endet zunächst der zweieinhalbjährige Zertifizierungs-prozess, der im nächsten Jahr mit der Rezerti-fizierung weitergehen soll. »Wir sind fast durch«, freute sich Hauptamtsleiter Ralf Barth über den´aktuellen Stand in Sachen »Gesunde Gemeinde«. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis und der Unterstützung der Geschäftsstelle der kommunalen Gesundheitskonferenz am Landratsamt Reutlingen wurde in den letzten Monaten das Gemeindeprofil, das zugleich den Antrag auf Zertifizierung darstellt, zusammen und fertig gestellt. Ein Leitbild mit Präambel und Leitsätzen, aus denen auch noch in den kommenden Jahren Maßnahmen und Projekte abgeleitet werden sollen. Außerdem alle Kontaktdaten und Anschriften jeglicher Vereine, Gruppierungen, Angebote und Strukturen wie kirchliche Einrichtungen, Veranstaltungen und Aktionen, die am Dettinger Netzwerk mitgemacht haben. Ziel war es, ein möglichst großes Netzwerk aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft zu gründen, um gesundheitsfördernde Strukturen aller Art in Dettingen zu stärken.


Neuer Verein. Wenn Not am Mann ist, ist Gerd Schramm nicht weit. Und so kam der neu gegründete Verein »Wenn Großeltern fehlen – Ermstal« nicht nur zu einem Vorsitzenden, sondern auch zu 4 350 Euro in die Vereinskasse. Das Geld stammt aus dem diesjährigen Spendenlauf im Otto-Dipper-Stadion. Es ist schon der 18. Lauf insgesamt. Im Jahr 1994 hob er den Metzinger Spendenlauf aus der Taufe. Der passionierte Läufer wollte im Vorfeld seines damaligen 50. Geburtstages etwas zurückgeben, dafür, dass er in all den Jahren gesund geblieben war. 60 Marathons und elf 100-Kilometer-Läufe hat Gerd Schramm selbst absolviert, da lag die Idee mit dem Spendenlauf nahe. Unterstützung bekommt er vom Marathon-Stammtisch, den er ins Leben gerufen hat. Kürzlich war es wieder soweit im Metzinger Otto-Dipper-Stadion: Mehrere Gruppen trugen das Staffelholz 30 Kilometer im Stadionrund. Unter den 300 Aktiven war auch Oberbürgermeister Ulrich Fiedler. Er lobte den neuen Verein von Gerd Schramm. Laut Schramm brachte ihn ein guter Bekannter auf die Idee, der schon in Bietigheim-Bissingen Leih-Opas vermittelt. Viele Familien, in denen beide Eltern berufstätig sind, und die keine Großeltern in der Nähe haben, tun sich schwer, jemanden zu finden, der zumindest stundenweise auf die Kinder aufpasst. Hier setzt der Verein, der am 2. September gegründet wurde und kurz vor der Eintragung ins Amtsregister steht, an. Für alle, die sich nun entweder der Verein anschließen wollen oder sich als Leih-Opa oder Leih-Oma zur Verfügung stellen wollen, kann sich an Gerd Schramm wenden: Telefon 0 71 23/96 96 15.  

 
Rundgang. Seit Ende Juni 2017 stehen in der Innenstadt von Metzingen drei weiße Betonskulpturen, aus denen exotische Pflanzen herauswachsen. Entwickelt wurden diese architekturartigen Skulpturen von der dänischen Künstlergruppe Superflex nach dem Vorbild internationaler Investmentbanken, deren Namen wie zum Beispiel Barclays, Royal Bank of Canada und Morgan Stanley zum Inbegriff des globalen Kasinokapitalismus wurden. Beim Rundgang mit der Kuratorin Susanne Jakob werden Informationen zur Projektreihe Artprojekts Metzingen und zum Konzept des dänischen Künstlerkollektivs vermittelt. Der Rundgang beginnt am Lindenplatz vor Barclays - Nerium Oleanderendetund endet im historischen Zentrum Metzingens, am Kelternplatz. Eine Anmeldung unter artprojectsM@posteo.de ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bis spätestens Dienstag, 17. Oktober 2017 notwendig. E-Mail: artprojectsM@posteo.de