Wilhelmsquartier. Nun hat es auch die Reste der ehemaligen Bäckerei Sautter in der Metzinger Wilhelmstraße erwischt. Der Bagger frisst sich Stück für Stück voran. Dem Baggerbiss ebenfalls zum Opfer gefallen sind das danebenstehende alte Geschäftshaus der Bäckerei sowie ein drittes Gebäude. Noch ist das Ende nicht erreicht. Noch zwei Gebäude werden fallen. Und nicht zuletzt werden die kleinen Gärten eingeebnet – ein Stück Alt-Metzingen verschwindet. Ein Investor plant dort in großem Stil ein Neubauprojekt. Einen Namen hat es auch schon: Wilhelmsquartier. Es stehen 900 Quadratmeter Gewerbefläche zum Verkauf oder zur Vermietung, zudem sollen 40 möblierte Business-Apartments mit Flächen zwischen 25 und 40 Quadratmetern Wohn-/Nutzfläche entstehen. Darüber hinaus sind im Projekt 21 Eigentumswohnungen mit zwei bis fünf Zimmern geplant, in der Tiefgarage stehen 57 Stellplätze bereit. Metzingen sei aufgrund seiner Outlets weit über die Landesgrenzen bekannt, die Landeshauptstadt Stuttgart nur eine halbe Stunde entfernt: »Hier verbinden sich Wohnen, Natur, Arbeiten und Einkaufen perfekt zu einer Symbiose aus ländlichem und städtischem Flair«, heißt es auf der Homepage des Investors. Die Höhe des Baukomplexes ist mit 19 Metern durchaus imposant – überragt aber andere Gebäude, die ebenfalls neu an der Wilhelmstraße in Metzingen entstanden sind, nicht. Ein eher großstädtisches Gepräge ist an der ehemaligen Durchgangsstraße inzwischen nicht zu verleugnen. Verwaltung und Gemeinderat hätten dem Einhalt gebieten und den Bebauungsplan ändern können. Doch Outlet-typische Baustil greift mittlerweile weit über dessen Zentrum hinaus. Was für den einen Aufbruch in die Zukunft bedeutet, ist für Nostalgiker der Verlust eines weiteren Stücks Alt-Metzingen.

VHS-Programm erschienen. Am Samstag fanden die Metzinger das neue Vhs-Programm Herbst-Winter im Briefkasten.»Zusammenleben zusammenhalten« lautet der Titel. »Eine Stadtgesellschaft ist mehr als die Summe der vielen Häuser, es sind die Bürger, die diese ausmachen«, schreibt OB Ulrich Fiedler in seinem Vorwort. In diesem Jahr werden die Volkhochschulen im Land 100 Jahre alt. Darum veranstaltet die Vhs Metzingen mit ihrem Leiter Oliver Beck am Freitag, 20. September die lange Nacht der VHS. Ab 18 Uhr öffnen sich für die Metzinger die Türen und es erwartet sie eine bunte Auswahl an Schnupperangeboten und Mitmach-Workshops; umrahmt von Musik, kulinarischen Schmankerln und Gelegenheit zum Austausch. Die Metzinger liegen allerdings noch weit hinter dem bundesdeutschen Jubiläum zurück. Erst 1981 gründete Wolfgang Köppel – erster Leiter – die Metzinger Ausbildungsstätte für Volksbildung. Das neue Heft ist 100 Seiten dick und die Programm-Palette reicht vom Themenbereich Forum über die Junge Vhs bis zum Klassiker – den beruflichen Themen. Neu ist laut Oliver Beck ein Online-Angebot. Die digitale Vortragsreihe richtet sich an diejenigen, die es nicht zum Vortrag in die  Seminarräume schaffen. Diese  Vorträge werden an 30 Volkshochschulen in Deutschland angeboten. Da es sich noch um eine Testphase handelt, kostet der digitale Zugang zu den Vorträgen der Experten nichts. Großen Raum nehmen wie immer die Kurse mit Gesundheitsthemen ein. Da gibt es Infos zur Blutegeltherapie als natürliche Waffe gegen Arthrose und Arthritis, aber auch Yoga-Kurse in allen Ausprägungen bis hin zum Fitnesstraining im Wasser. Auch Rücken- und Wirbelsäulengymnastik gehören zum immer wieder genommenen Kursprogramm.