Wieder Stadtradeln. Seit elf Jahren gibt es die Aktion »Stadtradeln« bei der inzwischen mehr als 1000 Kommunen teilnehmen. Metzingen ist vom 29. Juni bis 19. Juli zum dritten Mal wieder mit von der Partie. In diesem Zeitraum können alle Bürger, die Mitglieder des Gemeinderats sowie alle Personen, die in Metzingen arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen bei der Kampagne mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Beim Wettbewerb »Stadtradeln« geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen. Die Kampagne dient der Förderung des Fahrrads im Straßenverkehr, um unter anderem Luftschadstoffe und Lärm zu reduzieren und die Lebensqualität in Städten und Gemeinden deutlich zu verbessern. Personen, die bereits im letzten Jahr teilgenommen haben, wählen auf der Seite im Internet www.stadtradeln.de/registrieren das Bundesland und die Kommune Metzingen aus und können sich dann mit dem Benutzernamen und dem Passwort vom letzten Jahr einloggen und ihren Account reaktivieren.

Neue Teilnehmer registrieren sich auf der gleichen Webseite. Jede/r kann ein Stadtradeln-Team gründen oder einem beitreten, um beim Wettbewerb teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden das Fahrrad so oft wie möglich privat und beruflich nutzen. Zu Beginn der Aktion findet am Samstag, 29. Juni, am Kelternplatz eine Auftaktveranstaltung statt, bei der Informationen zum Thema Radverkehr angeboten werden und auch eine Ausstellung von Fahrrädern zu sehen ist, die überwiegend im Zeitraum 1890 bis 1960 hergestellt wurden. Außerdem wird ein Fahrradcheck angeboten und für Kinder gibt es eine Radel-rum-Bahn.

Vogelwildes Parken. Es ist schon ein ziemliche Diskrepanz zwischen der obigen Veranstaltung, dem Stadtradeln, bei dem sich Metzingen als Kommune beteiligt und die Bürger auffordert das Fahrrad zu nehmen und das Auto stehen zu lassen und einer Geschichte, die einer unserer Leser uns gemeldet hat und die wie ein Verhöhnung der Radfahrer klingt und gleichzeitig einen Freibrief für Autofahrer ausstellt. Herr Müller (Name der Redaktion bekannt) passiert regelmäßig die Ulmer Straße und registriert, dass in Fahrtrichtung Metzingen täglich Autos auf dem Fußgängerweg parken. Und zwar nicht nur eines, sondern gleich mehrere. Und zwar auf einer Strecke von einem hiesigen Autohaus bis zur darauf folgenden TÜV-Stelle. Die Fahrzeuge auf dem Geh- und Radweg behindern und gefährden Fußgänger und Radfahrer. Erstaunlicherweise, so unser Leser, findet sich an diesen Autos kein Knöllchen, obwohl die Polizeistelle Metzingen nur wenige Meter davon entfernt ist. Das hat Herrn Müller keine Ruhe gelassen. Zweimal hat er das Ordnungsamt in Metzingen darauf hingewiesen. Resultat: nichts passiert. Eines ist sicher: So etwas steht einer Stadt, die fußgänger- und radfahrerfreundlich sein will, nicht gut zu Gesicht. 

Mutmaßlicher Brandstifter. Eine Brandserie in Dettingen verunsichert monatelang die Bürger. So stand im Januar ein Wohnmobil »Am Hammerweg« in Flammen. Dieser Vorfall reihte sich ein in eine Serie Ende letzten Jahres: Vor dem Weihnachtsmarkt brannten zwei Pferdeanhänger, außerdem brennende Tujahecken in der Kühsteiggasse und zu guter Letzt platzierte ein Unbekannter einen Papierhaufen unter ein Auto in der Hülbener Straße / Sägmühlgasse. Registriert wurden zudem brennende Mülltonnen hinter dem CVJM-Heim. Nun scheint die Polizei des Feuerteufels habhaft geworden zu sein. Unter dem Verdacht, für eine ganze Serie von Brandlegungen verantwortlich zu sein, ist am vergangenen Donnerstag ein 22-jähriger Deutscher aus Dettingen festgenommen worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers gehört er der örtlichen Feuerwehr an. Bei den ihm nach derzeitigem Ermittlungsstand zur Last gelegten Straftaten, die sich zwischen Oktober 2018 und März 2019 in Dettingen ereignet hatten, handelt es sich um eine vollendete und drei versuchte schwere Brandstiftungen, drei versuchte Brandstiftungen und vier Sachbeschädigungen durch Brandlegung.

Außerdem steht der 22-Jährige in dringendem Verdacht, am Samstag, 23. März, in seiner damaligen Wohnung in der Hölderlinstraße, in deren Nähe auch die vorherigen Brände registriert worden waren, einen Brand gelegt zu haben, bei dem allein ein Schaden in Höhe von
200 000 Euro entstanden war. Der durch die Brandlegungen insgesamt entstandene Schaden wird derzeit auf etwa 240.000 Euro beziffert. Bei den umfangreichen Ermittlungen des Kriminalkommissariats Reutlingen hatten sich im Laufe der Zeit erste Verdachtsmomente gegen den Beschuldigten ergeben, die sich nach und nach verdichteten, worauf die Staatsanwaltschaft Tübingen Anfang Juni aufgrund dringenden Tatverdachts einen Haftbefehl gegen den Mann erwirkte. Am Donnerstagmorgen nahmen ihn die Beamten der Kriminalpolizei fest. Noch am selben Tag wurde er einem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt, der gegen den Beschuldigten die Untersuchungshaft anordnete. Der 22-Jährige streitet die ihm zur Last gelegten Taten ab. Die Ermittlungen dauern an.

Bild vertauscht: In unserer letzten Titelgeschichte wurde versehentlich eine Mautsäule anstatt einer Blitzersäule abgebildet. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.                                                                                                                                                                                  –ber