Wechsel im Rat. Dank und Anerkennung waren die zentralen Inhalte, bei der Verabschiedung von Katharina Höner. Die Stadträtin der Freien Wähler Vereinigung (FWV) wurde kürzlich nach elf Jahren aus dem Bad Uracher Gemeinderat verabschiedet. Bürgermeister Elmar Rebmann würdigte in seiner Laudatio die Stadträtin als besonnene und verbindende Kollegin. Katharina Höner habe einen Meinungsaustausch niemals als bloßen Streit gesehen, sondern stets als ein »Ringen um die Sache und eine Suche nach den besten Ergebnissen für die Bürger«, wie der Bürgermeister in seiner Rede betonte. Katharina Höner wiederum antwortete, dass ihr die Entscheidung nicht leichtgefallen sei, aber ihre aktuelle persönliche Situation habe sie veranlasst, diesen Schritt zu tun. Im Blick auf ihre mehr als zehn Jahre dauernde Tätigkeit als Rätin, zeigte sie sich dankbar für die Erfahrungen und Einblicke, die sie in Diskussionen und Gesprächen mit Bürgern oder Ratskollegen gewonnen habe. Abschließend überreichte ihr der Bürgermeister einen Blumenstrauß und ein Geschenk der Stadt. Ein Abschiedsgeschenk gab es auch vom Gemeinderat für die Ausscheidende. Die Nachfolgerin für Katharina Höner steht schon fest. Nejla Soylu zieht als neue Gemeinderätin der Freien Wähler in den Bad Uracher Gemeinderat ein.

Dettinger Waldumgang. Zur guten Tradition gehört in Dettingen der jährliche Waldumgang, den Verwaltung und Gemeinderat gemeinsam unternehmen. Trotz widrigem Wetter war die Wandergruppe vom Erdschlipf über den Calverbühl, das Metzinger Ries auf das Roßfeld und zurück unterwegs. Kurze Stopps unterbrachen die Wanderung. An diesen Stellen ließen sich die Wanderer von den Forstsachverständigen über Wegeunterhaltung, Flächenbewirtschaftung und besondere Wuchsformen einzelner Bäume informieren. Nach dem rund dreistündigen Rundgang wurde die Sitzung im Naturfreundehaus fortgesetzt. Laut Bürgermeister Michael Hillert wurde das Forstwirtschaftsjahr 2017 mit Gesamteinnahmen in Höhe von knapp 104 000 Euro abgeschlossen. Der Überschuss der auf höherem Einschlag und höheren Holzpreisen fundiert, erhöhte sich damit gegenüber dem Planansatz um circa 12 000 Euro auf gut 31 000 Euro. Eine schwarze Null war das Ziel gewesen, das vorgegeben war, insofern nahm der Gemeinderat die zusätzlichen Einnahmen gerne zur Kenntnis. Auch im Jahr 2018 kann wohl, so Hillert, nach derzeitigem Stand das Planziel erreicht werden.

Für 2019 wurde der Waldhaushalt mit einem geplanten Überschuss in Höhe von knapp 4000 Euro beschlossen. Bürgermeister Hillert warnte jedoch vorsorglich schon mal vor Überraschungen. »Es sind bereits zusätzliche Mittel vorgesehen, aber die genauen finanziellen Auswirkungen der Forstneuorgani-sation können noch nicht hundertprozentig beziffert werden«, ließ er die Anwesenden wissen. Mehr Informationen gab es danach zum Thema Forstneuorganisation, das allen Gemeinden im Landkreis derzeit unter den Nägeln brennt. Michael Hillert und Forstdirektor Alfred Krebs informierten den Rat und die Zuhörer über die in einem Kartellrechtsverfahren festgestellte Notwendigkeit, künftig die Beförsterung und den Holzvertrieb organisatorisch zu trennen. Im Landkreis Reutlingen, Krebs, plane man derzeit die Gründung eines Zweckverbands, der eine rechtskonforme Umsetzung gewährleisten könnte. In Kürze soll über den Beitritt zum Zweckverband dann im Gemeinderat auch noch gesondert beraten werden.                                                                                                                                                                                                               –ew