Der Löwe lebt. Er ist der König der Tiere. Weshalb es der Löwe in der Gastronomie neben dem Hirsch oder dem Adler zu einem gewissen Namensruhm gebracht hat, ist nicht geklärt. In Bad Urach hat der »Löwen« - nur einen Steinwurf vom Rathaus entfernt eine lange Leidenszeit hinter sich. Sie endete am vergangenen Freitag, 1. Februar. Charlotte Mutschler öffnete nach langem Leerstand das traditionelle Speiselokal, das früher zu den ersten Adressen der Stadt zählte. Vier von fünf Punkten auf dem Internet-Bewertungsportal Tripadvisor zeugen noch heute davon. Charlotte Mutschler ist in Bad Urach keine Unbekannte. Fünf Jahre lang bewirtschaftete sie die Uracher Wasserfallhütte, zuletzt betrieb Charlotte Mutschler das Minigolf-Lokal im benachbarten Hülben. Als jedoch bekannt wurde, dass Minigolfanlage verkauft wird, schaute sie sich nach einer Alternative um und wurde schnell fündig. Sie will an die alte Tradition des Löwen anknüpfen, wechselnde Tagesessen und eine abendliche Speisekarte anbieten. Grundlage sollen regionale Erzeugnisse sein, mit denen sie Akzente setzen will. Auch Vegetarier müssen nicht hungrig den Löwen verlassen. Während sie das Tagesgeschäft gemeinsam mit ihrer Tochter Nadine Schmid und eventuell einer Aushilfskraft bewältigen will, hat sie für den Abend eigens einen Koch eingestellt. 45 Sitzplätze gibt es im Innenraum, der renoviert wurde. 20 Plätze sind im Außenbereich verfügbar, wenn die Witterungsbedingungen es erlauben. Charlotte Mutschler will den Löwen wieder zu einem attraktiven Ort mitten im Herzen der Kurstadt machen. Jung und Alt sollen sich wohlfühlen. Schon geplant ist, dass einmal im Monat ein Seniorennachmittag mit Musik und Tanz auf dem Programm stehen soll. Die Gastronomieszene im Bad Urach ist derzeit im Wandel. Auf der anderen Seite des Marktplatzes hat die Wirtsfamilie Götzendorfer bekannt gegeben, dass sie ab 1. Februar für ihre Gaststätte Laurentia nach einem Pächter sucht.
Spenden erbeten. Es gibt Menschen, die in den Fußgängerzonen oder Unterführungen der Großstädte sitzen und betteln. Meist handelt sich dabei um organisierte Banden. Die Polizei spricht von Bettelmafia. Metzingen spiegelt dabei noch ein bisschen die heile Welt. Trotzdem gibt es auch hier Fälle, wo Hilfe angebracht ist. Im vergangenen Jahr sah man immer wieder in gewissen zeitlichen Abständen einen Straßenmusiker mit Gitarre in der Unterführung am Metzinger Bahnhof sitzen und für die Passanten spielen. Robert, wie er heißt, kommt aus der Slowakei, und er hat ein schweres Schicksal zu erdulden. Wegen einer Herz- und Magenkrankheit ist er nicht arbeitsfähig, muss aber Geld für sich und seine Familie verdienen. Als ihm voriges Jahr die Gitarre gestohlen wurde, organisierte die Medienakademie ein Benefizkonzert, das ihm eine neue Gitarre einbrachte und zunehmende Bekanntheit. Nun hatte Robert während der Fahrt von seiner Heimat nach Metzingen einen Unfall. Die Verletzungen schienen zunächst nicht schlimm führten jetzt jedoch zu einer Lungenembolie. Momentan liegt er im Kreiskrankenhaus Reutlingen, wo er behandelt wird. Die Medienakademie hat ein Spendenkonto für ihn eingerichtet. Damit sollen die Kosten für die Rückreise in die Slowakei und eine finanzielle Absicherung möglich gemacht werden, sodass er sich erholen kann. Kontoverbindung: Medienakademie Metzingen, Betreff: Hilfe für Robert, Kreissparkasse Reutlingen IBAN DE60 6405 0000 0100 0916 72.    –ber