Freibad-Bilanz Ermstal. Noch diese Woche können Sonnenhungrige und Freibadanhänger im Höhenfreibad Bad Urach den Sommer 2019 ausklingen lassen. Am Sonntag, 15. September schließt das Bad seine Pforten. Die Zahlen sind allerdings trotz des warmen und anhaltenden Sommers eher ernüchternd. Laut Marcel Modschiedler wurde zwar bis zum vergangenen Wochenende eine Zahl von 60 119 Besuchern erreicht. Zum Vergleich im Vorjahr pilgerten 77 000 in das Höhenfreibad. Umgerechnet ist dies ein Rückgang von rund 20 Prozent. Modschiedler macht vor allem die Generation »Handy« dafür verantwortlich: »Viele gehen nicht mehr raus ins Freie. Wir werden für nächste Saison einen W-Lan-Empfang einrichten.« Über den ganzen Sommer betrachtet melden die Schwimmbäder überwiegend Rückgänge bei den Besucherzahlen im Vergleich zum Traumsommer 2018. Schuld daran geben viele dem verhaltenen Start im Mai und Anfang Juni. Auch wurde der Hochsommer im wieder durch Regenperioden unterbrochen. Das Dettinger Freibad spricht von einer mittelmäßigen Saison. Schwimmmeister Thomas Klingberg hat bis letzte Woche 70 000 Badegäste gezählt. In den ersten zehn Jahren nach der Renovierung des Bades zählte man sechs Mal mehr als 100 000 Besucher. Doch selbst im extrem heißen Vorjahr waren es nicht mehr als etwas über 81 000 Gäste. Der besucherstärkste Tag 2019 war der 30. Juni – ein Sonntag. Da zählten die Dettinger 4107 Badelustige. In Metzingen zählten die Verantwortlichen bis zum Sonntag, dem letzten Badetag, 51 000 Gäste. Das Vorjahresniveau mit 55 000 Besuchern wurde damit ebenfalls nicht erreicht. Das Phänomen, dass die Freibäder nicht mehr so stark frequentiert werden wie in der Vergangenheit, ist kein ermstalspezifisches. Ein Blick ins Umland oder die Republik beweist dies. Experten sprechen beim klassischen Freibad von einem »Auslaufmodell«. Ein verändertes Freizeitverhalten und das Altern der Gesellschaft brächten es mit sich, dass immer weniger Menschen einfach nur schwimmen wollen. Ein paar Wolken und Temperaturen unter 30 Grad genügten inzwischen schon, um das Freibad zu leeren — bis auf die unempfindlicheren Stammgäste. 

Vier Wochen Stau vorprogrammiert. Am vergangenen Montag haben die Bauarbeiten im Kreuzungsbereich der Stuttgarter- und Nürtinger Straße begonnen. Die Stadt Metzingen führt im Kreuzungsbereich Kanalarbeiten durch. Geschuldet ist dies der Tatsache, dass auf dem ehemaligen G&V-Areal die Holy AG Teile der Erms renaturiert.  Für die Autofahrer bedeutet dies Stress pur. Denn die Baustelle kann nur noch eingeschränkt befahren werden. Während der Baumaßnahme kann die Stuttgarter Straße ab der Einmündung Sannentalstraße in Richtung Lindenplatz und Nürtinger Straße nicht befahren werden; vom Lindenplatz können die Verkehrsteilnehmer über die Wilhelmstraße bis zum Baufeld fahren. Die Weiterfahrt von dort ist nur in die Nürtinger Straße möglich. Die Stuttgarter Straße in Fahrtrichtung B 312 / Rommelsbach ist komplett gesperrt. Aus der Nürtinger Straße kann nach rechts in die Stuttgarter Straße Richtung B 312/Rommelsbach gefahren werden. Keine Durchfahrt besteht von der Nürtinger Straße zum Lindenplatz. Mit einer Umprogammierung der Parkleittafeln will die Holy AG versuchen, die Outletbesucher über die B 312 zum Parkhaus in der Eichbergstraße zu lenken. Zu befürchten bleibt dennoch, dass viele die Umleitung ignorieren durch die Stuttgarter Straße bis zum Kaufland fahren, dort im Stau stehen und umdrehen müssen. Auch der Busverkehr verläuft während der Baumaßnahmen anders. So zum Beispiel  werden die Haltestellen »Stadtwerke«, »Friedrich-Herrmann-Platz«, »Rathaus« und »Hallenbad« in Richtung Bahnhof nicht angefahren. -ber