Kein Denkmalschutz. Eine überraschende Wende gab es jetzt beim ehemaligen Eisenlohr-Areal in der Dettinger Fabrikstraße: Das Gebäude steht wohl zukünftig nicht mehr unter Denkmalschutz. Grund ist ein Gutachten, das jüngst vorgelegt wurde. Das Langhaus, das zuletzt die Firma Uniplast beherbergte und auf dem 67 Wohnungen entstehen sollen, hat eine wechselvolle Geschichte. Gebaut werden sollen die Wohnungen von einem Leonberger Investor, der Firma Doma. Wäre alles normal verlaufen, hätten die ersten Bewohner bereits einziehen können, aber es kam anders. Ein Großbrand am 20. Mai 2016 warf den vorgesehenen Zeitplan komplett über den Haufen. Die Eisenlohrsche Weberei in Dettingen ist ein Zeugnis der vergangenen Industriekultur. 1865 gründete die Reutlinger Firma G. M. Eisenlohr die Weberei. Es entstand ein Gebäude mit drei Arbeitssälen.

1868 und 1885 folgten weitere Ergänzungen. Wo einst mehr als 500 Webstühle standen und zu besten Zeiten 900 Arbeiter hochwertige Stoffe für die Damen- und Herrenbekleidung herstellten, sollen nun zwischen zirka 40 und 200 Quadratmeter große Wohnungen mit modernen Ausstattungen entstehen. »Von einem enormen Eingriff in die Substanz«, spricht Dettingens Ortsbaumeister Felix Schiffner. Dadurch ist der Denkmalschutz nicht zu halten. Trotz dieser Tatsache, sieht es wohl so aus, dass die öffentlichen Zuschüsse für das Projekt erhalten bleiben. Geld gibt es laut Verwaltung aus dem Sanierungsprogramm Ortsmitte III. Auch die künftigen Wohnungseigentümer erhalten noch Geld aus der Denkmalabschreibung, da es sich bei dem Gebäude wegen des schwerwiegenden Brandes, bei dem ein Teil des Daches eingestürzt war, um einen Sonderfall handelt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Fassade erhalten bleibt und möglichst viel von der historischen Bausubstanz. Sicher ist jedoch: Das Projekt verzögert sich nochmals - wann der erste Eigentümer einziehen wird, ist nicht absehbar.

Ausgezeichnet. Eine gute Adresse sind die Fachkliniken Hohenurach, wenn man der neuesten Auszeichnung Glauben schenkt. Von über 1500 Krankenhäusern belegten sie den ersten Platz in der Kategorie Rehakliniken. Das Zertifikat »Deutschlands beste Krankenhäuser« wurde durch das F.A.Z.-Institut in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung verliehen. »Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und sind froh bundesweit zu den besten Krankenhäusern zu zählen. Das bedeutet für uns allerdings nicht, dass wir uns auf den Lorbeeren ausruhen. Unser Ziel ist es weiterhin die sehr hohe medizinische Qualität zu halten und stetig weiter auszubauen. Der Dank geht vor allem an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich großartige Arbeit leisten«, so der Geschäftsführer der Fachkliniken Hohenurach Uli Wüstner. Datengrundlage der Studie sind die Patientenbefragungen und Online-Bewertungsportale TK-Klinikführer, klinikbewertungen.de und weiße Liste.

Patienten beurteilen das Krankenhaus in den vier Kategorien Gesamtzufriedenheit, Organisation und Service, medizinische Versorgung und Sonstige. »Besonders freuen wir uns über die positiven Bewertungen unserer Patienten, denn ihre Zufriedenheit ist unser größter Erfolg«, so der Geschäftsführer. Die m&i-Fachkliniken Hohenurach sind Kliniken für Spezialisierte Akutmedizin und Medizinische Rehabilitation. Die beiden Kliniken verfügen über 555 Betten und betreuen Patienten in den Fachdisziplinen Orthopädie, Neurologie, Innere Medizin und Geriatrie. Diese medizinische Struktur bestehend aus Anschlussheilbehandlungen (ambulant und stationär) und Heilverfahren gibt den Kliniken ein einzigartiges Leistungsprofil. Die Fachkliniken Hohenurach gehören zur m&i-Klinikgruppe Enzensberg, die in Deutschland acht Fachkliniken und ein ambulantes Rehabilitationszentrum betreibt.                                                                                                                –ber