Auf »Employer Branding« setzen.  Fachkräftemangel ist aktuell ein großes Thema. Land auf Land ab fehlen »gute Leute«. Das geht auch am Einzelhandel nicht spurlos vorüber. Um dem Abhilfe zu schaffen hat die städtische Wirtschaftsförderung gemeinsam mit der MMT, der IHK Reutlingen und der Buchhandlung Osiander zum fünften Handelsforum geladen. Rund 25 Vertreterinnen und Vertreter folgten der Einladung und gingen der Frage nach, welche Rolle Digitalisierung und SocialMedia dabei spielen. »Wenn Ihre Firman auch online und auf den SocialMedia-Plattformen sympathisch auftritt, wird es Ihnen leichter fallen gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten und neue zu gewinnen«, stellte der Referent des Abends, Bernhard Jodeleit, gleich zu Beginn fest. Jodeleit, selbst gelernter und langjähriger Journalist, war im Laufe seiner Karriere nicht nur bei unterschiedlichen namenhaften Zeitungen, sondern auch bei ebensolchen PR-Agenturen tätig. Seit 2012 führt er seine eigene Agentur »Lots of ways«. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatte der Experte viele praktische Tipps im Umgang mit den digitalen Medien parat. So sei es für die Arbeitgeber besonders wichtig auf das sogenannte »Employer Branding« zu setzen. Laut Wikipedia istdas Ganze  »eine unternehmensstrategische Maßnahme, bei der Konzepte aus dem Marketing – insbesondere der Markenbildung – angewandt werden, um ein Unternehmen insgesamt als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abzuheben. Allerdings könne »Employer Branding« kein Schnellschuss sein. Es braucht einen längeren Atem. Denn es sei nicht  automatisch so, dass nach einem  Facebook-Eintrag am nächsten Morgen jede Menge Bewerbungen ins Haus flattern. Trotzdem lohne sich der Aufwand, denn wenn ein Unternehmen dauerhaft auch in der digitalen Welt positiv auftrete, dann werde es auch längerfristig als positiver Arbeitgeber bei potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern betrachtet, erklärte der Experte. Und das zahle sich mittel- und langfristig aus. Zudem müssten SocialMedia-Beiträge nicht immer kostspielig und aufwendig sein. Vielmehr wirke es für eine Firma auch sympathisch und ehrlich, wenn zum Beispiel die Azubis mit einem Smartphone ein Video von ihrem Arbeitsalltag in der Firma aufnehmen und im Internet hochladen.                                      -ew