GOMADINGEN. Mit Anja Winter als 6. Wacholderkönigin und Wacholderprinzessin Isabel Reiner stehen die Botschafterinnen des Großen Lautertals fest. Beim Gomadinger Dorffest stimmten die Besucher in geheimer Wahl ab, die nur sehr knapp und zugunsten der Hotelbetriebswirtin ausfiel. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die beiden Kandidatinnen, die beim Gomadinger Dorffest einige Aufgaben zu erfüllen hatten. »Die beiden haben tolle Ansprachen gehalten, Rede und Antwort gestanden, nicht nur was Fachwissen betraf und haben sich sehr gut präsentiert«, gibt Silke Hirsch Auskunft. Auch die Spontanaufgabe Leitung eines Publikumchors meisterten die Bewerberinnen hervorragend. Überwältigend war das Ergebnis, was den Verkauf von Wacholderprodukten betraf, so die Kämmerin und Tourismusbeauftragte. »Die Seifen, Öle und Späne waren ständig ausverkauft und es musste laufend für Nachschub gesorgt werden, um die Körbe wieder aufzufüllen.« Immerhin war das Fest rund ums Rathaus mit gut 600 Gästen gigantisch besucht, einfach rekordverdächtig, meint Hirsch. Sie seien nicht als Konkurrentinnen angetreten, nicht im Wahlkampf, betonten die beiden Bewerberinnen.

Viel Spaß beim Dirndlkauf

»Egal, wie die Wahl ausgeht, wir freuen uns für die andere und wir arbeiten zusammen.« Winter fügt hinzu, dass sie schon im Vorfeld viel Spaß miteinander hatten wie beim gemeinsamen, witzigen Dirndlkauf. Erst seit einem Jahr lebt und arbeitet sie im Hotelbetrieb ihrer Eltern in Offenhausen und ihr Entschluss zur Kandidatur war spontan. »Ich möchte zeigen, dass ich hier angekommen bin und mich unglaublich wohlfühle«, bestätigt die 26-Jährige. Sie sei gut integriert und gehöre dazu. Alles Gründe, die Gegend zu repräsentieren. Sie habe sich in das Thema Wacholder eingearbeitet und Informationen dazu bekommen. »Das ist eine tolle Sache. Die Schwäbische Alb hat es verdient, noch mehr Tourismus zu bekommen«. Lokalmatadorin Reiner hegte schon mit neun Jahren den Wunsch, einmal Wacholderkönigin zu werden. Jetzt präsentiert die 21-jährige Sozialversicherungsfachangestellte als Stellvertreterin die gesamte Region ihrer Heimatgemeinde und freut sich darauf, neue Leute kennenzulernen und zu zeigen, wie schön es hier ist.

Was auf die beiden als neue Amtsinhaberinnen zukommt, davon erzählte ihre Vorgängerin Jasmin Thomys. Seien es die regionalen Veranstaltungen wie unter anderem die CMT, das St. Johanner Kartoffelfest und die Hengstparade Marbach oder die Grüne Woche in Berlin samt Königinnentreffen in Bamberg. »Das beschert Momente der Begegnungen und Erlebnisse«, weiß die scheidende Wacholderrepräsentantin. Sie war in Baden-Württemberg und halb Deutschland unterwegs und habe die Messlatte richtig hoch gelegt, drückte Bürgermeister Klemens Betz seine Anerkennung aus. »Als Vertreterin unserer Region hat sie außerordentliches, sensationelles und grandioses Engagement gezeigt und die Herzen im Sturm erobert«.                                                                             –bim