WALDDORFHÄSLACH. Als frischgebackene Klima-Detektive stellen sich die Viertklässler der Gustav-Werner-Schule in Walddorfhäslach vor. Die Ausbildung dafür haben sie mit Bravour durchlaufen und die Voraussetzung für den Stempel auf ihrem Ausweis erfüllt –drei Ideen zum Klimaschutz nennen. Kein Problem für die Grundschülerinnen und Grundschüler. Weniger Autofahren wegen Kohlendioxid-Ausstoß, Licht ausmachen, wenn man es nicht braucht, nicht in den Urlaub fliegen und weniger Plastikmüll wurden am häufigsten aufgeführt. »Beim Fußball keinen Pupser lassen« sorgte für ordentliches Gelächter in der Klasse 4b mit 29 Schülerinnen und Schülern. Denn auch diese menschlichen Klimasünden schaden der Umwelt, bestätigt Anna Schleimitz von der Klimaschutzagentur. Sie ist für das Projekt in den Grundschulen des Landkreises verantwortlich.

Jede Menge Wissenswertes
»In vier Unterrichtsstunden erfahren die Kinder einiges darüber und sie machen interessante eigene Experimente dazu«, macht die Projektmanagerin Angaben. Unter anderem der Test mit Backpulver und Wasser, die als Gemisch einen Luftballon aufblasen können, brachte die Klasse zum Staunen. Wie auch die Standby-Funktion an Geräten, die unnötig Strom verbraucht. Und das, obwohl sie nicht in Gebrauch sind. »Durch Vermeidung dieser Stromverbräuche werden nicht nur Kosten gespart, sondern es wird auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet«, klärt Schleimitz auf. »Das macht richtig Spaß«, bekennen Ganimeta und Embiya. »Wir haben Spiele zu Wetter und Klima gemacht und Fragen dazu beantwortet«.

Tausend Fragen
Welche Klimazonen gibt es? Was bedeutet Klimawandel? Welchen Einfluss haben wir Menschen auf den Klimawandel und wie können wir das Klima schützen? »Nach der Einheit sind die Schüler fit in Sachen Klima schützen, also richtige Klima-Detektive«, freut sich nicht nur Schleimitz als Verantwortliche für dieses Projekt. Es wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg ins Leben gerufen.

Große Nachfrage
»Dieses Jahr haben wir rund 45 Einheiten für gut 1 500 Schüler angeboten«, so Schleimitz. »Die Nachfrage war sogar noch größer«. Auch im kommenden Jahr gibt es dieses bezuschusste Projekt. Dann kommt auch die Sekundarstufe eins und zwei in Form von Projekttagen in den Genuss dieser Bildungseinheiten.
»Die Module werden individuell angepasst und die Unterrichtseinheiten zusätzlich auf Englisch angeboten«. Interessierte Schulen können sich bei der Klimaschutzagentur für die kostenfreien Einheiten melden.                                                                                                                                                                                                                       –bim