REUTLINGEN/MÜNCHEN. Treten, schlagen, werfen, clinchen und der Bodenkampf vereinen sich in diesem Sport. Ziel beim Mixed Martial Artist ist es den Gegner zu besiegen bis er abklopft, K.o. geht oder der Schiedsrichter den Kampf beendet. Am Samstag, 24. Februar stehen in der Kleinen Olympiahalle in München zwölf Kämpfe in verschiedenen Gewichtsklassen auf dem Programm. Beim Kampfsportspektakel »We love MMA« treten auch zwei Kämpfer aus Reutlingen in den Käfig, im Weltergewicht Selvin Ramcilovic. Der Reutlinger vom German Top Team, der bei seinem letzten Auftritt in Stuttgart einen spektakulären Sieg mit nach Hause nahm, steht für Power im Oktagon. Sein Kampf gegen Oliver Buth ließ bei vielen Zuschauern den Atem stocken. Selvin machte von Anfang an Druck, holte sich den Takedown und die Mount im Bodenkampf und sicherte sich kurz danach den Abbruch per Armbar. Mit dem Franzosen David Depannemaecker bekommt der Reutlinger im Weltergewicht einen zähen Gegner vor die Fäuste, der in seinen letzten Kämpfen durch unglaubliche Ausdauer auf sich aufmerksam gemacht hatte. Im Leichtgewicht werden die Fäuste fliegen zwischen Markus Held (German Top Team) und Silvestrs Kaneps (Fightsports Pegnitz). Populär geworden ist MMA Anfang der 1990er Jahre durch die Organisation Ultimate Fighting Championship, dem weltweit größten Veranstalter von Turnieren und deren Übertragung im Fernsehen. Die Kämpfer bedienen sich sowohl der Schlag- und Tritttechniken des Boxens, Kickboxens, Taekwondo, Muay Thai und Karate als auch der Bodenkampf- und Ringtechniken (Grappling) des Brazilian Jiu-Jitsu, Ringens, Judo und Sambo. Auch Techniken aus anderen Kampfkünsten werden benutzt.    –rw