REUTLINGEN. Bei der Jahrespressekonferenz der Volksbank Reutlingen blickten der Vorstandsvorsitzende Josef Schuler und die Vorstände Siegfried Arnold und Thomas Krätschmer zufrieden auf das Geschäftsjahr 2017 zurück. Trotz großer Herausforderungen organisatorischer, finanzieller und personeller Art, wie mobile Serviceleistungen oder moderne Bezahlverfahren, konnte die Volksbank ihr Vorjahresergebnis halten. In allen wichtigen Bilanzkategorien hat sie Zuwächse erreicht. Dies wertete Schuler in Zeiten des Niedrigzines und des Digitalisierungsdrucks als Erfolg.

Betreutes Kundenvolumen
Das gesamte betreute Kundenvolumen konnte gesteigert werden. Es überstieg zum ersten Mal den Betrag von drei Milliarden Euro. »Hinter dieser Zahl stecken jede Menge Beratungsgespräche, die unsere Mitarbeiter gemeinsam mit unseren Kunden geführt haben«, so Schuler. Die Steigerung des betreuten Kundenvolumens führt der Vorstand zum einen auf die genossenschaftliche Beratung und zum anderen auf die räumliche Nähe zu den Kunden zurück.

Investitionsfreudig
Zuwachs erzielte die Bank auch im Kreditgeschäft. Vor allem die gewerblichen Kunden zeigten sich investitionsfreudig. Bei privaten Finanzierungen, wie etwa dem Wohnungsbau, war der Wachstum allerdings verhalten. Den Grund hierfür sieht Schuler vor allem in der vorsichtigen Haltung der Volksbank bei der Kreditvergabe. »Alles und um jeden Preis« zu finanzieren lehnt die Bank ab.

Bilanzsumme 
Die Bilanzsumme hat sich leicht auf 1 374 Millionen Euro erhöht. Trotz des Niedrigzinsniveaus konnten sowohl der Zinsüberschuss, als auch der Provisionsüberschuss gehalten werden. Die Vorstände werten dies als »Zeichen einer soliden und auf Kundeninteresse ausgerichteten Geschäftspolitik.«

Ziele nicht erreicht
Bei dem sogenannten Vermittlungsgeschäft hat die Bank die selbst gesteckten Ziele nicht erreicht. Insbesondere das Wertpapiergeschäft stellte die Vorstände nicht zufrieden. Einzig im Bereich der Immobilien-Vermittlung lag das Ergebnis über den Erwartungen.

Weniger Mitarbeiter
Zufrieden zeigte sich Schuler über die gesunkenen Verwaltungskosten. Frei gewordene Stellen wurden nicht neu besetzt. Im Moment sind 289 Mitarbeiter bei der Bank beschäftigt, davon sind 25 Auszubildende. Im Vergleich dazu: zum Jahresende 2016 waren es noch 309 Angestellte in der Volksbank. Auch im Bereich der Sachaufwendungen konnten Kosten eingespart werden.

Zukunftaussichten
Was das laufende Geschäftsjahr angeht, zeigte sich Vorstand Josef Schuler zuversichtlich: »Wir sind nach wie vor für die Zukunft gut aufgestellt.«

Soziales Engagement
Ebenfalls wichtig für die Volksbank: soziales Engagement. Im Jahr 2017 konnten hunderte von Projekten in der Region mit rund 200 000 Euro gefördert werden. Dazu unterstützte die Volksbank-Stiftung sportlich und musikalisch talentierten Nachwuchs.