ROTTENBURG. Im Rahmen des Jahresempfangs ehrte Oberbürgermeister Stephan Neher langjährige und verdiente Gemeinderäte sowie engagierte Bürger aus Rottenburg und den Stadtteilen. Gefeiert wurde in der Festhalle besonders das Ehrenamt. Neher verlieh auch der langjährigen Gemeinderätin Ursel Sieber die Medaille der Stadt in Silber. Ursula Sieber war insgesamt 36 Jahre Mitglied des Gemeinderates von Rottenburg. Neher rechnete vor, dass Sieber in den 36 Jahren insgesamt über ein Jahr im Gemeinderat verbrachte, wenn man an all die Sitzungen und Ausschüsse, Fraktionssitzungen und sonstige Gemeinderatstermine denkt. 8 640 Stunden habe Sieber im Gemeinderat verbracht. Zudem war und ist Sieber im Weltladen engagiert, zu dessen Gründungsmitgliedern sie zählt. Die Medaille der Stadt sei ein Zeichen der Wertschätzung, auch für engagierte Bürger der Stadt.

Ehrenbotschafter Holz

Als Festredner präsentierte Neher Manfred Holz. Der Ehrenbotschafter der Fairtradestädte hob in seinem Festvortrag und seiner Laudatio Siebers Engagement für die Fairtradestadt Rottenburg hervor. Sieber überzeugte etwa die Stadt, Kirchengemeinden und andere Organisationen, Fairtradekaffee auszuschenken und faire Präsente zu verschenken. Rottenburg wurde 2009 erste Fairtradestadt in Baden-Württemberg, daran hatte Ursula Sieber erheblichen Anteil. Keiko Assenheimer wurde für ihr Engagement für die Umwelt in Rottenburg und hier besonders für den Metzelplatz mit der Medaille der Stadt in Bronze geehrt. Schon seit Jahren kümmert sie sich um den Metzelplatz und die Ordnung auf diesem Platz.

Hartmut Dreher, der jahrzehntelang Leiter der beruflichen Schulen in Rottenburg war, wurde für sein Engagement im Bereich Schule, Kindergarten und Wirtschaft geehrt. Er wurde mit der Medaille der Stadt in Bronze ausgezeichnet. Dreher war auch in der Vorstandschaft der CDU in Rottenburg engagiert. Heinrich Höschle war von 1994 bis 2004 Ortsvorsteher in Wendelsheim und lange Jahre im Gemeinderat und Ortschaftsrat engagiert. Weit über sein kommunalpolitisches Engagement hinaus engagiert er sich in zahlreichen Vereinen und Projekten. Günter Hebäcker ist Imker mit Leidenschaft und setzt sich für die Natur und die Umwelt ein. Viele Jahre war er einen Tag pro Woche im Behindertenwohnheim Dätzweg aktiv. Gelebte Nachbarschaftshilfe ist für Hebäcker sehr wichtig. Seit über zehn Jahren ist Hebäcker zudem als Kassier des Bezirksvereins der Imker aktiv. Zudem zählt zum Engagement des 68-Jährigen die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe. Seit 2012 engagiert er sich auch bei der Rottenburger Tafel.

Gustav Rechlitz ist in der Flüchtlingshilfe engagiert und war als Lotse am EBG tätig. Zudem ist der im Deutschen Alpenverein aktiv. Eva Rochow wurde ebenfalls mit der Medaille der Stadt in Bronze geehrt. Sie ist in der Volkshochschule als ehrenamtlicher Vorstand aktiv und Mitbegründerin des Gesprächskreises »Gott und die Welt.« Ernst Rößner war 15 Jahre Ortsvorsteher von Schwalldorf und angagierte sich für die Ansiedlung und den Bau der Grundschule für Schwalldorf und Frommenhausen. Zudem ist er erster Vorsitzender des Schulfördervereins. Er erhielt die Medaille der Stadt in Bronze. Elisabeth Schröder-Kappus wurde 2004 Ortsvorsteherin von Kiebingen. Sie hat in dieser Zeit die Dorfgemeinschaft Kiebingen eV ins Leben gerufen.

Unter dem Motto Kiebinger helfen Kiebingern wurde die Sanierung und Neugestaltung der Ortsmitte organisiert, es entstand auch eine selbstverantwortete Wohngemeinschaft für hilfebedürftige Menschen. Brigitte Weber bekam ebenfalls die Medaille der Stadt in Bronze für ihr Engagement als Jugendleiterin beim FC Rottenburg. Umrahmt wurde der Abend von der Ballettschule Ciechoradzki.                     –aba