In die Wissenschaftssprache hat das Problem schon Eingang gefunden: »Littering«. Wem dies nichts sagt, der deutsche Begriff Vermüllung trifft es mindestens genauso. Doch Anglizismus hin oder her. Die Ermsgemeinden klagen vermehrt über unerwünschte Hinterlassenschaften: Alte Autoreifen im Wald, Elektroschrott auf Parkplätzen, Haushaltsmüll vor dem Kleidercontainer oder die Überreste des Vorabends an Grillstellen oder Aussichtspunkten.
Inzwischen ist jedoch bei den Gemeinden die Toleranzschwelle deutlich gesunken. »Wir wissen genau, wo die »Müll-Hot-Spots« sind – also die Stellen und Plätze, an denen immer wieder illegal Müll abgeladen oder Gegenstände sinnlos zerstört werden.« so Jochen Krohmer, Leiter des Geschäftsbereichs Tourismus und Wirtschaft. Besonders betroffen sind demnach der Maienwald zwischen Metzingen und Eningen, der Reichenecker Wald am Wippberg, die zahlreichen Glas- und Kleidercontainer im Stadtgebiet, das Ostlandkreuz auf dem Metzinger Weinberg, der Parkplatz am Auchtert -Knoten, die P&R-Plätze in der Eisenbahnstraße sowie weitere öffentliche Plätze im Stadtgebiet. Einfach mal eben seinen Müll in der Landschaft entsorgen oder liegenlassen, das ist zum einen hochgradig asozial. Denn während für die Verursacher offenbar die bekannte Redewendung »aus dem Augen, aus dem Sinn« gilt, müssen sich andere darum kümmern. Meistens trifft es die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs, die den Müll anderer Leute korrekt entsorgen müssen. Als ob diese an und für sich ärgerliche Aufgabe nicht ausreichen würde, haben die regelmäßigen Müll-Einsätze auch noch weitere Konsequenzen, denn die Einsätze kosten natürlich Zeit und Geld. Das ist Steuergeld. Im Endeffekt zahlt derjenige, der seinen Müll ordnungsgemäß entsorgt für die schwarzen Schafe mit.
Was bringt Menschen dazu, ihren Dreck einfach unter sich zu lassen? Schwer zu sagen. Ein immer geringeres Unrechtsbewusstsein ist bei vielen zu beobachten. In wissenschaftlichen Studien begründen die Wegwerfer ihr Verhalten wahlweise mit Faulheit, Gewohnheit, Unachtsamkeit, schon vorliegender Verschmutzung oder mit den Worten: »Es war doch nur ein bisschen Müll.« Beliebt ist demnach auch die Erklärung »Das machen doch alle.«
Wir alle sollten uns es aber nicht so einfach machen. In Zeiten von »Fridays for future« – Demonstrationen ist es angebracht, Müllsünder bei der Polizei oder der Stadt zu melden. Das ist kein Denunziantentum, sondern Bürgerpflicht. Die Stadtverwaltung will künftig rigoros gegen die Vermüllung vorgehen. So sollen die Orte, an denen regelmäßig illegaler Müll auftaucht, künftig verstärkt überwacht und kontrolliert werden. Aber auch andere Stellen und Plätze in der Stadt werden im Auge behalten – schließlich können die »Vermüller« ausweichen. Wird eine illegale Müllentsorgung oder Zerstörung festgestellt, werden die Taten zur Anzeige gebracht. 
Die Höhe des Bußgeldes richtet sich nach Art und Menge des widerrechtlich entsorgten Mülls. Die Verurteilung nach Paragraf 326 Strafgesetztbuch wegen wilder Müllentsorgung kann eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren nach sich ziehen. Auch der Versuch ist strafbar. Wurde fahrlässig gehandelt, reduziert sich die Strafe auf eine Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe. Wie immer im Strafrecht ist innerhalb der genannten Strafrahmen vieles denkbar. Eine genaue Prognose ist seriös nicht möglich. 
Ausschlaggebend ist aber in jedem Fall, was eigentlich entsorgt wurde, in welchem Ausmaß und ob es bereits mehrfach zu Verstößen gegen diese Vorschrift gekommen ist. Niemand wird sich ernstlich Sorgen um seine Freiheit machen müssen, wenn er einmal dabei erwischt wird, alte Farbe in den Gulli zu schütten, wenngleich sich selbst das nicht lohnt, da die Geldstrafe immer noch deutlich über den gegebenenfalls bestehenden Entsorgungskosten liegen wird. 
Verunreinigungen durch kleine Mengen von Fäkalien (beispielsweise Hundekot) fallen unter den Begriff des Abfalls. Führer von Hunden, die »vergessen«, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner unverzüglich zu beseitigen, werden bei einem Erstverstoß mit 50 Euro zur Kasse gebeten. 
Dabei ist in unserer »gepamperten Welt« alles so einfach. Das allermeiste kann im Metzinger Wertstoffhof und der Schadstoffannahmestelle in der Ziegeleistraße im Gewerbegebiet Katzensteig für wenige Euro abgegeben werden. Dazu zählen Altglas, Garten- und Grünabfälle, Metalle, Papier, Verpackungen oder Sperrmüll. Der Wertstoffhof hat von Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr sowie samstags von 7.30 bis 11.30 Uhr geöffnet. Zusätzlich werden bei der Schadstoffannahmestelle unter anderen Arzneimittel, Batterien, Farben, Lacke, Fotochemikalien, Haushaltsreiniger, Holzschutzmittel, Kleinkondensatoren und vieles mehr angenommen.

Also kein Grund in den Wald zu fahren und seinen Dreck einfach aus dem Auto zu schmeißen. Unsere Kinder werden es uns danken.