GLEMS. Mit einer Wiederholung des Erfolgs vom Vorjahr hatte wohl kaum jemand gerechnet, doch die besten Moste kommen wieder von der Schwäbischen Alb: Der Fachjury und den testenden Mitbewerbern um den Titel des kreisweit besten Kernobst-Mostes schmeckte derjenige von Hans Griesinger aus Strohweiler am besten. Auf den Plätzen folgten Ulrich Goller aus Münsingen und Erwin Lamparter aus Zainingen. Die drei Erstplatzierten haben sich für die Schwäbische Mostmeisterschaften qualifiziert.  Bereits im Verlauf der zweiten kreisweiten Mostprämierung im Glemser Obstmuseum war sich Thilo Tschersich sicher:

»Der Most auf der Alb hat eine Zukunft.« Der Fachberater für Obst- und Gartenbau des Landratsamtes sollte Recht behalten, der Erfolg von 2018 war keine zufällige Eintagsfliege. Damals hatten die Älbler bereits die Nase vorn - weil’s im Tal aufgrund der Ernteausfälle kaum Obst gegeben hatte, wurde gemunkelt. Nun war klar: Sie verstehen ihr Metier, die Freizeit-Moster von der Alb. »Verwendet wurde Mostobst von oben, gereift ist der Most dort in Gewölbekellern«, erklärt Tschersich. Und noch etwas haben die Produkte des Siegertrios gemeinsam: »Sie haben ihre Moste nicht von der Hefe gelassen«, so der Fachmann. Das sei, darin war sich die Jury einig, durchaus mit verantwortlich für einen Qualitätsschub. Die Fachjury bestand aus Hans Olpp, Kellermeister bei der Rosstriebkellerei, Stefan Reusch, Betreiber eines Mostbesens in Glems, Theodor Jörg, der i seit vielen Jahren Mostprämierungen durchführt und Stefan Höwner, Inhaber der Essig-Manufaktur.