Die Lage passt hervorragend in die Zeit. Der Handwerkerpark in Tübingen – an der ehemaligen B 28 Richtung Unterjesingen gelegen – punktet bei den Kunden vor allem durch eine Tatsache: Es gibt Parkplätze und er ist nicht allzu weit von der Innenstadt entfernt.

Die Kunden, so weiß es Ingrid Fischer aus Erfahrung, nehmen lieber einen Umweg in Kauf als eine gefühlte Ewigkeit einen Parkplatz in der Innenstadt zu suchen, um dann doch keinen zu finden. Diesen Parkplatz-Trumpf halten die Dienstleister und Handwerker im Handwerkerpark in der Hand und die Menschen schätzen diesen Vorzug, das erfahre sie immer wieder aus Gesprächen, weiß die Stadträtin und Geschäftsführerin von Brillinger, Ingrid Fischer.
Tradition 
Der Grund und Boden auf dem die verschiedenen Betriebe stehen – es reicht von der Kreishandwerkerschaft über Bestatter, Sanitätshaus mit Reha-und Orthopädietechnik, Holzfachhandel, Elektrofachhandel, Stuckateur, Gipser, Großgärtnerei, Fachhandel und Handwerk für Sanitärbedarf – beherbergte einstmals eine alte traditionsreiche Tübinger Firma. Das Gewerbegebiet Handwerkerpark umfasst einen Teil des ehemaligen Geländes der Waschmaschinenfabrik Zanker. 1997 zogen hier die ersten Unternehmen ein oder bauten ihren Standort auf. Es gibt nicht viele Gewerbegebiete in der Region, die schon durch eine gewisse optische Charakteristik auffallen. Im Handwerkerpark sind es die gebogenen Dächer, die jedem ins Auge fallen. Hinzu kommen begrünte Dachflächen und Niedrigenergiebauweise der Häuser auf dem Areal. Die Form der Dächer ist nicht grundlos: Ihre runde Form sollte die Frischluftzufuhr aus dem Ammertal nach Tübingen hinein Richtung Stadtmitte gewährleisten und nicht behindern. Das waren damals die Bedenken einzelner. Das Gewerbegebiet hat sich schnell etabliert und bietet gute Anbindung vor allem auch an die Kliniken, den Technologiepark und die Nordstadt.     –diet