PFULLINGEN. Das verspricht eine besondere Spannung: An diesem Wochenende startet die 3. Handball-Liga ihren Alltagsbetrieb. Mit dabei sind zwei Vertreter aus der Region mit großen Namen: der VfL Pfullingen sowie der TV Neuhausen.
Die Ermstäler versuchen nach dem Abstieg aus der 2. Handball-Bundesliga einen Neuanfang mit einem neuen Trainer und wieder einmal einem neuen Geschäftsführer. Volker Fleischmann zeichnet dafür verantwortlich, Nico Held fungiert als Geschäftsleiter. Mit elf Neuzugängen, darunter drei aus der eigenen Jugend, und dem neuen Coach Anel Mahmutefendic versucht der Traditionsklub einen Neuanfang. Am Freitag,
1. September wartet auf das Team um Daniel Reusch und Ferdinand Michalik ein Auswärtsspiel. Es geht zum HC Oppenweiler/Backnang.
Ein Ziel gibt der neue Trainer allerdings nicht aus, nur soviel: »Als Absteiger sind wir natürlich besonders im Fokus. Aber wir wollen in jedem Spiel gegen jeden Gegner besser werden«, so der 39-Jährige. Die Vorbereitung allerdings stimmt den Coach zuversichtlich. »Wir sind sehr gut unterwegs und haben es geschafft, eine Mannschaft zu werden.« Schließlich galt es acht Neue plus den eigenen Nachwuchs zusammenzuführen. Ob das in der Liga Bestand hat, dafür will er noch keine Prognose abgeben. Nur soviel: »Jeder von uns will gewinnen.« Na da sind doch nicht die schlechtesten Voraussetzungen.

 
Zugänge: Quentin Abadie (CS Chenois, Schweiz); Simon Tölke (VfL Pfullingen); Adrian Birkenheuer (Bergischer HC); Marcel Meyer (HGS Ostfildern); Lukas Fischer (SG H2KU Herrenberg); 
Felix Weißer (Frisch Auf Göppingen); Mario Lourenco (AC Fafe, Portugal); Kai Augustin (HSG Albstadt); Dominic Greve; Michel Stotz; Felix Stahl (eigene Jugend). Abgänge: Andreas Bornemann, Felix Klingler, Srdjan Predragovic, Christian Wahl, Magnus Becker, Daniel Rebmann, Frederic Stüber, Jonas Schoch.

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VfL Pfullingen
Spannend wird für den Neuling und die Handball-Fans der Region sicher auch der Vergleich mit dem VfL Pfullingen. Die Echaztäler starten am Samstag, 2. September zu Hause gegen die SG Nußloch in die Ligarunde. Der Auftakt hat es gleich in sich, schließlich kommt kein geringerer als der Meister der vergangenen Saison in die Kurt-App-Halle.
Gleich ein richtiger Prüfstein also wartet auf die Jungs von Trainer Tilll Fernow, der im vierten Jahr seiner Tätigkeit in Pfullingen nachgeht. Als Rundenziel gibt der Coach, der den VfL in den vergangenen Jahren stabilisiert und in der Dritten Liga etabliert hat, den Klassenerhalt aus. Grund dafür ist der Abgang von namhaften Leistungsträgern wie Florian Möck und Simon Tölke, die der VfL mit seinen ureigenen Mitteln kompensiert.
Er gibt jungen Spielern aus der Region und vor allem aus der exzellenten Nachwuchsarbeit des VfL die Chance, »auf hohem Niveau Handball zu spielen«. Mit Magnus Becker wechselt ein gestandener und erfahrener Spieler in die Kurt-App-Halle, der sein neues Umfeld aus dem Effeff kennt. Axel Goller, Lennard Müller und Paul Prinz kommen aus der eigenen Jugend in die Erste, Lukas Mayer von der TSG Albstadt komplettiert die Zahl der Zugänge.
Fernow schätzt die Dritte Liga in der kommenden Saison als stärker als im vergangenen Jahr ein. »Keiner ist aufgestiegen, die haben alle zurückgezogen.« Dazu kam von oben der TV Neuhausen, der immer ambitioniert ist. Apropos TVN: Es gibt mehr Derbys in der neuen Spielzeit, vor allem eines überragt bei beiden Teams alles. Die beiden Partien zwischen den Vereinen aus dem Erms- wie dem Echaztal, die ja eine gemeinsame Jugendarbeit mit diesem Namen verbindet. »Das ist natürlich das Highlight der Saison«, schwärmt Fernow schon jetzt. »Nach langer Zeit sind beide Teams wieder in der gleichen Liga, da werden beide Hallen proppenvoll sein. Genau dafür machen wir das ja alles.« Nun aber wartet erst einmal der Meister der vergangenen Saison auf den VfL Pfullingen. »Das ist gleich ein guter Prüfstein«, sagt der Trainer. 
Die Pfullinger hoffen auf viele Zuschauer, die mit dem Team gemeinsam versuchen eine Überraschung gleich im ersten Spiel gegen den letztjährigen Meister zu schaffen.    –diet/rw