Sie geizt nicht mit ihren Reizen. Die Gemeinde Gomadingen ist eine Perle des Landkreises Reutlingen und bietet eine Fülle von wunderbaren Ausflugszielen. Umrahmt von albtypischen Wacholderheiden finden sich hier bedeutende Ausflugsziele, die die Massen in den Bann ziehen. Angefangen vom Haupt- und Landgestüt Marbach, das in jeder Jahreszeit eine Reise wert. Im Frühjahr locken die Fohlen nicht nur Kinder auf das weitläufige Gelände. Gomadingen ist gleichsam das Tor zum Großen Lautertal. Die Gemeinde mit ihren sieben Ortsteilen liegt mit ihren 2 200 Einwohner inmitten des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und inmitten des Landkreises Reutlingen. Rund
500 000 Tagesgäste jedes Jahr genießen eine der vielen Sehenswürdigkeiten angefangen vom alles überragenden Sternberg, über die Gedenkstätte Grafeneck, die Schafwäscher von Wasserstetten, Römerkastell, Fürstengrab, Gestütsmuseum Offenhausen und dort die Lauterquelle. Viele aus dem Landkreis fahren einmal im Jahr hier hin, hinter die Mauern des ehemaligen Klosters und lassen am Wasser das aus mehreren Quellen gespeist wird, für einen Moment die Seele baumeln. Und genau hier zeigt sich auch ein Problem, das die Gemeinde in den letzten Jahren immer mehr beschäftigt. Der Biber siedelte sich an und vermehrt sich ziemlich schnell, weil er keine natürlichen Feinde hat. Er baut sein Heim zu Dämmen und fällt ganze Bäume, überall am Wasserlauf zu beobachten. Jüngst hat das Nagetier Bäume an der Lauterquelle gefällt und sich dort heimisch gemacht. Der Erdboden war durch Röhren unterhöhlt. »Es bestand die Gefahr, dass dort Wasser abläuft und vor allem dass man einbricht«, schildert Bürgermeister Klemens Betz die Situation. Alle Verantwortlichen angefangen von der Unteren Naturschutzbehörde bis zum Regierungspräsidium waren sich einig, dass man hier eingreifen musste. In einer Baumaßnahme wurde nun ein Zaun unterirdisch am Wasser entlang in bis zu zwei Meter Tiefe eingebaut, damit die Tiere von hier aus keine Fluchtröhren mehr bauen können.
Der Preis dafür ist hoch, rund 8000 Euro kostet es den Steuerzahler. Gleichwohl profitiert auch die Lauterquelle, denn nun gibt es wieder einen befestigten Fußweg direkt am Wasser.
Den Baumstumpen vom Wirken der Biberzähne lässt die Gemeinde stehen.
Als Mahnung.     –diet 
 
Fotostrecke 5 Fotos