SONNENBÜHL. Gut besetzt war die Brühlhalle in Genkingen am Mittwoch, dem 27. März 2019. Kein Wunder, denn der Golfclub Reutlingen-Sonnenbühl e.V. hatte zur jährlichen Mitgliederversammlung geladen - dieses Mal mit Neuwahlen. Bei vielen Mitgliedern war schon im Vorfeld das Be-dauern zu spüren, dass Udo Rogotzki sich nach dreijähriger Amtszeit entschlossen hatte, aus Altersgründen nicht mehr anzutreten. Mit Matthias Eschle hatte sich jedoch bereits im Vorfeld ein würdiger Kan-didat als Nachfolger herauskristallisiert, der ein schlagkräftiges Team zusammenstellte.

Rogotzkis Rechenschaftsbericht und der seiner Mitstreiter im Vorstand konnte sich sehen lassen. Die drei Jahre seien durch ein stetiges Mit-gliederwachstum gekennzeichnet gewesen, so dass der Club gut da-stehe. »Es ist ein Privileg hier in dieser herrlichen Landschaft Golf zu spielen«, betonte Rogotzki: »Wir haben einen wunderschönen Platz, es gibt keine Wartezeiten, der Club gehört den Mitgliedern und er ist so etwas wie ein Stück Heimat. Als sehr wichtig bezeichnete Udo Rogotzki, dass der Gedanke von Partnerschaft und Fairness gelebt werde, die Aufnahme von Neumit-gliedern und deren Integration Priorität genieße, Sponsoren und eh-renamtlichen Helfer wert geschätzt würden und durch zahlreiche Tur-niere und Clubevents wie etwa das »Race to Sonnenbühl« der Zu-sammenhalt untereinander gefördert worden sei.

Charity-Turnier als Höhepunkt

Als Highlights nannte der scheidende Präsident das Sonnwendturnier, das Manfred Zundel als Clubmitglied veranstaltet und finanziert hatte sowie das gemeinsam mit dem baden-württembergischen Golfver-band ausgerichtete Charity-Turnier zugunsten des Förderkreises krebskranker Kinder an der Universitätsklinik Tübingen. Dabei konnten am Ende 13.000 Euro gespendet werden. »Das Jahr 2018 war somit ein hervorragendes Golfjahr«, lautete sein Fazit.

Sportlicher Rückblick

Spielführer Michael Reiher ließ die sportliche Seite mit sieben aktiven Clubmannschaften Revue passieren. Die 1. Herrenmannschaft konnte in der Deutschen Golf Liga die Klasse leider nicht halten und ist in die BWGV Gruppenliga abgestiegen. Die Herren AK 50 stiegen ebenfalls nach nur einem Jahr Zugehörigkeit wieder in die dritte BWGV-Liga ab. Alle anderen Teams konnten die Klasse halten.

78 Turniere

Die Turniersaison insgesamt verlief auf Rekordniveau. Fast 3000 Gol-ferinnen und Golfer spielten bei 78 Turnieren mit. »Das sind 500 Teil-nehmer mehr als im Vorjahr«, sagte Reiher. Besonders erfreulich sei auch die stark gestiegene Zahl von Gastspielern (+170) und die durchschnittliche Turnierteilnehmerzahl, die nun bei 38 liege (Vorjahr 31). Reiher wies jedoch darauf hin, dass die Steigerung auch durch den langen und sonnenreichen Sommer erzielt worden sei. Schatzmeister Ralf Merkel hatte einen ruhigen Abend. Nicht nur, dass er von den Kassenprüfern ein Sonderlob wegen der perfekten Aufbe-reitung bekam, die Zahlen selbst konnten sich sehen lassen. Mit einem Netto-Zuwachs von zwölf Mitgliedern und einem ordentlichen Plus in der Kasse fiel es BWGV-Präsident und Clubmitglied Otto Leibfritz leicht, die Entlastung des Vorstands zu beantragen. Vorab attestierte er Udo Rogotzki und seiner Mannschaft erstklassige Arbeit. Sie habe den Club wieder auf Kurs gebracht, der Mitgliederzuwachs liege weit über dem Bundesdurchschnitt.Clubmanager Bernd Ruof hob das Charity-Event hervor, das mit seinen 96 Teilnehmern und der großen Spende eine ungeheure Pressewirkung hervorgerufen habe. In 2019 gebe es am Samstag, 27. Juli, die 2. Auflage dieses Turniers.

Der neu gewählte Präsident Matthias Eschle stellte sich vor. Er lobte zunächst die gute Arbeit seines Vorgängers. Auf dieser Basis gelte es aufzubauen. Er versprach einen Masterplan für die nächsten Jahre unter dem Leitsatz: »Unsere Anlage ist das wertvollste Kapital«. Dies bedeute in den Platz zu investieren, aber auch in die Gebäude. Zudem müsse die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden. Dies soll unter anderem durch den Bau einer Scope-Anlage für Trainingszwecke erreicht werden. Die Investition in Höhe von ca. 15.000 Euro werde sich spätestens in fünf Jahren durch die Gebühren der dort trainierenden Mitglieder amortisieren.


Neues Gremium

Danach stellte sich das gesamte neu zu wählende Gremium vor: Udo Paul als Vizepräsident, Helmut Lohrmann als Schatzmeister, Dirk Herrmann als Jugendwart und Marco Freyers als Greenkeeping-Vorstand. Spielführer Michael Reiher und Pressevorstand Jürgen Schaal traten erneut an. Die Wahlen selbst brachten ein eindeutiges Votum. Matthias Eschle erhielt als Präsident 101 Ja-Stimmen und fünf Enthaltungen - noch deutlicher fiel das Mitgliedervotum für die anderen Kandidaten aus. Bemerkenswert, dass es insgesamt nur eine Gegenstimme gab. Ein großer Vertrauensvorschuss für die nächsten drei Jahre und Zeichen echter Wertschätzung.                              –rw