BODENSEE/ENINGEN. Vor dem Hintergrund der anstehenden Zukunftsaufgaben und des Fachkräftemangels ist die Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) von besonderer Bedeutung. Das mehrfach ausgezeichnete Forschungs- und Medienschiff Aldebaran war deshalb bereits zum vierten Mal mit Schülergruppen aus dem Programm »mikro makro mint« auf dem Bodensee unterwegs. Mit an Bord war eine Gruppe des Schülerforschungszentrum Südwürttemberg aus Eningen unter der Achalm.
Ozeane und Gewässer bedecken zwei Drittel der Erdoberfläche und sind der wichtigste und gleichzeitig sensibelste Bereich, wenn es um die Zukunft der Menschen auf unserem Planeten geht. Ernährung, Transport, biologische Vielfalt, Klimawandel und die Verschmutzung mit Plastikmüll sind deshalb die Topthemen, zu denen die Baden-Württemberg Stiftung Schülerinnen und Schülern im Rahmen ihres Programms Einblicke in die Gewässerforschung ermöglicht.

Wasserverschmutzung und biologische Vielfalt stehen im Fokus
Die Jungforscherteams aus ganz Baden-Württemberg beschäftigen sich von Anfang bis Mitte  Juni mit Forschungsprojekten an Bord der Aldebaran. Die Teams sind erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer des mikro makro mint-Programms, mit dem die Baden-Württemberg Stiftung das Interesse an den MINT-Fächern fördert. Die 19 Gruppen kommen aus allen Teilen Baden-Württembergs und führten an jeweils einem Tag ihr eigenes Projekt durch. Mit an Bord  war auch eine Gruppe junger Menschen aus dem Schülerforschungszentrum Südwürttemberg aus Eningen. Ihre  Untersuchungen drehen sich hauptsächlich um Feinstaub. Auch an Bord der Aldebaran wollen die SchülerInnen mit ihrem Partikelsammler den Feinstaub messen. Feinstaub ist derzeit ein viel diskutiertes Umweltproblem. Die SchülerInnen wollen mit dem Lichtmikroskop die Art und Herkunft der Feinstaubpartikel unterscheiden, etwa Dieselruß, Reifenabrieb, Straßenabrieb, Bremsenabrieb, Verbrennungsprodukte aus Schornsteinen, Blütenpollen aus der Natur und vieles mehr. Dazu haben sie Partikelsammler (sogenannte Sigma-2 Passivsammler) gebaut, mit denen die Teilchen auf mikroskopischen Objektträgern gesammelt und ausgewertet werden können. Diese haben sie an verschiedenen Stellen aufgestellt und wollen so die Partikelverteilung und Zusammensetzung des Feinstaubs erforschen.