DETTINGEN. Die Gestaltung eines Mehrgenerationenspielplatzes und die Aktivierung des Backhauses, die Anleitung übergewichtiger Kinder zu einer gesunden Ernährung oder auch Aktionen zur Müll-Vermeidung und zur bienenfreundlichen Bepflanzung: Es gibt in Dettingen unzählige Aktivitäten, die zur Steigerung des Wohnwerts, der Lebensqualität und der Gesundheit ins Leben gerufen wurden. Nicht umsonst wurde Dettingen mit dem Gütesiegel »Gesunde Gemeinde« im Landkreis ausgezeichnet, nun erhielt Dettingen auch den Förderpreis Gesunde Kommune der B52-Verbändekooperation. Mit dem zum sechsten Mal ausgelobten Preis wollen der BBK Landesverband Süd, die IKK classic, die Knappschaft und der Verband der Ersatzkassen die Umsetzung der Gesundheitsstrategie im Land unterstützen und gute Beispiele der kommunalen Gesundheitsvorsorge würdigen.


Neben dem 9000-Einwohner-Ort Dettingen wurden die Städte Karlsruhe und Albstadt für ihre zukunftsweisenden Projekte ausgezeichnet. Dettingen habe, so Uwe Holzmüller von der DAK, die die Auszeichnung »redlich verdient«.  Der Förderpreis ist mit 5 200 Euro dotiert – eine Summe, die Dettingen angesichts der angespannten finanziellen Situation gut gebrauchen kann: »Dadurch können die liebenswerten freiwillige Projekte weitergehen«, unterstrich Bürgermeister Michael Hillert. Denn alle Projekte basieren auf bürgerschaftlichem Engagement: »Die Ideen kommen aus der Mitte für die Mitte«, machte Regine Ries deutlich.


Die Mitarbeiterin der Verwaltung fungiert als Schnittstelle zwischen den Aktiven in den einzelnen Projekten und der Gemeinde. Bei zwei Sitzungen im Jahr kommen die verschiedenen Gruppen zusammen, werden Erfahrungen ausgetauscht und neue Themen ins Leben gerufen. Wobei sich durchaus in der Kommune selbst eine Eigendynamik entwickelt habe, immer wieder werden laut Regine Ries aus der Bürgerschaft heraus neue Ideen angeregt und umgesetzt. Angedacht ist beispielsweise der Bau eines Kneippbeckens und einer Boulebahn als Treffpunkt für Jung und Alt. Dieses, wie auch die anderen Projekte, sollen die Einwohner aktivieren und für das Thema Gesundheitsförderung sensibilisieren: »Wir arbeiten alle an einem Ziel«, betont Regine Ries. Ein weiteres wurde bereits ins Visier genommen: Der Ort soll fahrradtechnisch optimiert werden. Und das könne, so der Bürgermeister, von Verwaltung und Gemeinderat nur in enger Kooperation mit der Bürgerschaft umgesetzt werden.