BAD URACH. Die ersten Anmeldungen für das Gesprächskonzert »Kantate zum Mitsingen« sind eingegangen, mit der Bachkantate BWV 161 »Komm, du süße Todesstunde« das Thema gewählt. Gedacht ist dieses Singfreizeitwochenende vom 31. August bis 2. September für ambitionierte, chorerfahrene Sängerinnen und Sänger, die gerne im Chor singen und sich musikalisch-theologisch mit dem Werk auseinandersetzen. Abschluss bildet ein Konzert am Samstagabend in der Bad Uracher Amanduskirche und im Sonntagsgottesdienst in der Martinskirche in Metzingen. »Wir sind gespannt, was für Stimmen zusammenkommen«, äußert sich Stephen Blaich. Unter der Leitung des Bezirkskantors steht die musikalische Erarbeitung, Pfarrer Martin Winter stellt den Dialog der Musik Bachs und der Theologie dar. »Die Proben und Unterbringung sind im Stift, es liegt also alles beisammen. An dieser Singfreizeit können aber auch gerne Tagesgäste teilnehmen«, bemerkt er. Am Freitagnachmittag und Samstagvormittag wird geprobt, wobei die Teilnehmer einen Einblick in die Musik und einen musikhistorischen Hintergrund vermittelt bekommen. Fünf eineinhalbstündige Probeeinheiten sind geplant, bevor am Samstag Gesangsolisten und kleine Orchesterbesetzung dazustoßen. Mirjam Künstner besetzt die Altstimme und Marcus Elsäßer Tenor, an Instrumentalisten spielen fünf Streicher und zwei Blockflöten.

»Dieses Jahr ist es ein kurzer Chorsatz, leicht singbar, bringt ein schnelles Erfolgserlebnis und man hat Spaß daran. Das alles ist gewährleistet«, führt Blaich weiter aus. Am Samstagabend sei das Projekt konzertreif. Bei der Premiere in der angrenzenden Amanduskirche werden in einer halbstündigen Erläuterung von Winter unter anderem Fragen beantwortet, wie Bachs Musik mit den vertonten Texten zusammenhängt und wie sie hörbar und sichtbar werden. Dazwischen werden in einer komprimierten Fassung die entsprechenden Themen kurz angespielt, bevor am Ende das Stück als Ganzes dargeboten wird. »Immer mehr Menschen haben Freude am Singen und dem kommen wir in unseren Angeboten nach«, gibt Bärbel Hartmann, Kirchenrätin und Leiterin des Stifts, zu verstehen. Beispielsweise auch beim »Singen unter der Linde« im Hof des Stifts. Der nächste Termin ist für den 1. September vorgesehen mit Sommer- und Herbstliedern.                                                                                                                                                                                                         –bim