METZINGEN. Nach diversen Personalentscheidungen in den letzten Wochen, schaffen die Verantwortlichen weitere Klarheit für die kommende Spielzeit. Celine Michielsen geht und auch Luca Szekerczés wird die TuS Metzingen bereits im Sommer wieder verlassen. Die junge Linkshänderin wurde nach Metzingen geholt, um mit ihrem großen Talent das Team für die Zukunft weiter zu verstärken. Sie konnte sich nicht ganz wie erhofft auf Rückraum rechts durchsetzen und die in sie gesteckten Erwartungen erfüllen. »Wir haben uns zusammengesetzt und werden den Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen auflösen. Luca konnte leider nicht ganz die Rolle ausfüllen, die wir ihr zugedacht hatten. Zudem ist ihr die Entfernung zu ihrer Heimat doch schwerergefallen, als zunächst gedacht, deshalb wird sie auch wieder nach Ungarn zurückkehren«, so Ferenc Rott. 

Außerdem wird nach dieser Saison der auslaufende Vertrag von Wendy Obein nicht verlängert. Obein stieß nach der schweren Kreuzbandverletzung von Jasmina Jankovic Ende 2015 zu den Ermstälerinnen und bildete in ihrer ersten Saison bei den TusSies zusammen mit Sabine Stockhorst das pinke Torfrauengespann. Wendy wechselte damals vom französischen Erstligisten Nantes LAH zu den Pink Ladies. »Wendy kam in einer schwierigen Zeit zu uns ins Team und war sowohl auf, als auch abseits des Feldes eine Bereicherung für unsere Mannschaft. Auch wenn sie sich teilweise mehr Spielanteile erhofft hatte, war sie immer zur Stelle, wenn wir sie gebraucht haben. Wir wünschen ihr auf dem weiteren Weg alles Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen in Metzingen«, erklärt TuS Geschäftsführer Ferenc Rott.

Isabell Roch fürs Tor
Anstelle von Wendy Obein wird zur kommenden Saison Isabell Roch nach Metzingen wechseln. Die 1,75 m große Torhüterin kommt vom Ligakonkurrenten der SG BBM Bietigheim an die Erms und erhält einen zwei Jahresvertrag. Seit 2015 spielt Roch beim Tabellenführer der Handball-Bundesliga und ist auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Mit ihren 26 Jahren gehört sie bereits zu den erfahrenen deutschen Torfrauen und spielte in Ihrer Karriere bereits für den Thüringer HC, Borussia Dortmund oder die HSG Blomberg-Lippe. Vor ihrem Wechsel nach Bietigheim spielte Roch bei der HSG Blomberg-Lippe. Dort spielte die Tochter des ehemaligen Nationaltorwarts Sigi Roch über fünf Jahre konstant in der Frauen Bundesliga und erfolgreich im Europapokal.


»Ich freue mich auf den Wechsel nach Metzingen und auf das gesamte Team. Die TusSies werden in den kommenden Jahren weiterhin eine der wichtigsten deutschen Vereine sein und ich habe nun die Möglichkeit, mich hier einzubringen«, betont die aus Großwallstadt stammende Torfrau. Roch soll sich mit Jasmina Jankovic ergänzen. »Sie hat bei Ihren bisherigen Vereinen gezeigt, dass sie ein Team verstärken kann. Isabell kennt die Liga und muss sich daher bei uns auch nicht lange akklimatisieren; das kann ein großer Vorteil sein. Ich bin überzeugt, dass wir ein richtig starkes Torhüterinnengespann für die neue Saison haben werden«, so Ferenc Rott

Die TuS Metzingen muss auch einen weiteren Abgang vermelden. Celine Michielsen wird die TuS Metzingen nach dieser Saison verlassen und sich der HSG Blomberg-Lippe anschließen. Michielsen wechselte vor zwei Spielzeiten an die Erms und bildet dort aktuell zusammen mit Julia Behnke und Annika Ingenpaß ein Trio am Kreis. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Ina Großmann wurde sie auch auf der Linkaußen-Position aufgestellt und zeigte, dass sie durchaus variabel eingesetzt werden kann. Hinter Julia Behnke bekam sie zuletzt nur wenige Spielanteile und sucht beim Team von Trainer Andre Fuhr eine Herausforderung. Zudem liegt ihr neuer Verein näher an ihrer Heimat den Niederlanden, was für sie als Familienmensch sicherlich auch ein Faktor war. »Es war für mich keine leichte Entscheidung. Ich fühle mich hier sehr wohl. Trotzdem glaube ich, dass es für mich sehr wichtig ist, wieder mehr zu spielen. In Blomberg erhoffe ich mir diese Einsatzzeiten. Somit ist dieser Wechsel aktuell für mich der richtige Schritt«, so die 22-Jährige.

Vier Tore Vorsprung
Im Viertelfinal-Hinspiel des EHF-Cups gewannen die TuSsies mit 27:23 (16:12). Dabei haben die Gastgeberinnen einige Chancen ausgelassen, was beim Rückspiel am Freitag, 12. März, 18 Uhr in Frankreich bestraft werden könnte. Doch die TuSsies hatten auch das Mittwochspiel gegen Buxtehude in den Knochen.