Begegnungen. Es hat lange gedauert. Nun hat auch die Tübinger Wanne einen Stadtteiltreff. Ab Anfang Februar gibt es beim Herbstenhof ein Offenes Café, just in den Räumen, in denen einst Schlecker eine Filiale hatte. Neben einem Spieleabend gibt es ein vom Landkreis gefördertes Müttercafé. Für die Angebote zeichnen die Katholische Erwachsenenbildung im Kreis sowie das Islamische Kultur- und Begegnungszentrum Tübingen verantwortlich. Vorsitzende des Stadteiltreffs ist Ingeborg Höhne-Mack. Wie bekannt geworden ist, scheint ein weiteres Zentrum an der Corrensstraße an dem Unwillen der hochnoblen Nachbarschaft zu scheitern.
 

Werbung. Jetzt hat das Schicksal auch das prüde Tübingen erreicht. An fünf Stellen in der Stadt sind jetzt elektronische Werbetafeln aufgestellt, über die Spots verbreitet werden können. Reutlingen ist auch hier der Unistadt einige Schritte voraus. Wer es noch nicht bemerkt hat: die Tafeln sind an der Adler-Kreuzung in Lustnau, am Hechinger Eck, an Hechinger- und Schnarrenbergstraße und am Schlossbergtunnel.
 

Sprache. Wieder Nachrichten von und über Boris Palmer. Sprachwissenschaftler haben Palmers Ausspruch »Menschenrechtsfundamentalismus« zum zweiten Unwort des Jahres gekürt. Palmers selbstkritische Reaktion darauf: »Ich sehe ein, dass der Begriff leicht falsch zu deuten ist. Es war nicht klug, ihn zu verwenden.« Er bezeichnete die »verzerrte« Darstellung in der Pressemitteilung der Sprachwissenschaftler als hochgradig unseriös.