MÜNSINGEN. Badespaß, Sonnenbaden oder Freunde zum Sport und gastronomischen Leckereien treffen – das neu gestaltete Erlebnisfreibad in Münsingen bietet mehr als das. Auf einer Fläche von gut vier Hektar reihen sich Besonderheiten aneinander, in die die Stadt 6,3 Millionen Euro investiert hat. Auf fünf Ebenen verteilen sich Sport und Spiel, Grillen und Kiosk daneben, schattige und sonnige Liegeflächen entweder im Rasen oder auf auffallenden Pritschen. Dreh- und Angelpunkt ist das 50-Meter-Edelstahl-Becken mit seinen unterschiedlich bemessenen Schwimmbahnen, überspannt mit einer Brücke, die zur Breitrutsche führt. Daneben zwei kleinere Bassins mit Wassersäulen für die Minis. Nass wird es auch in der Ritterburg oder vielmehr dem »Spritzlesepark« zugehen, der außer Kübeln einige überraschende Vorrichtungen zum Wasserspritzen bereithält. Die obere Terrasse auf dem großzügigen Areal ist für sportliche Aktivitäten auch im Wettbewerb angelegt – Tarzanrutsche, Adventure Golf, Tischtennis, Beach-Volleyball, Fußball und Slackline.

Auf den unteren Flächen können sich die jüngeren Schwimmbadbesucher aktiv betätigen an Spielgeräten samt Matschbecken zum Bauen von Sandburgen. Ein weiteres Novum ist die Familien-Umkleide mit wetterfester Küchenzeile für die Selbstversorgung und Wickeltischen. An der Rückseite sind Schließfächer angebracht, damit dort Gäste die Saison über Badeutensilien unterbringen können, ergänzt Bürgermeister Mike Münzing. Eine großzügige Grillhütte spendierte der Bäderförderverein, die auch der Pächter der Gastronomie für besondere Anlässe mit einbeziehen möchte. Er betreibt unter anderem den Kiosk mit ausreichend Sitzgelegenheiten bei den Spielflächen und einen direkt neben dem Eingang platzierten Foodtruck. Hier können sich zudem Gäste außerhalb des Bades mit Getränken und Snacks versorgen. Alle Gebäude sind einheitlich mit einer Holzfassade ansprechend verkleidet und frische Farben dominieren. Im Eingangsbereich des Haupthauses fällt die Design-Rezeption mit Badeshop und Bistro positiv auf.

Hier sind Umkleiden, Duschen, Toiletten, Servicestationen und Schließfächer untergebracht inklusive einem Sanitärraum für Menschen mit komplexen Handicaps. Bei der Planung wurde einiges ausgetüftelt und an alles gedacht – unter anderem an spezielle Ablageflächen für Brillen, Handtücher und Taschen, Aufladestationen für E-Bike-Akkus und Mobiltelefone, kippbare Spiegel und Wickeltische. Vor allem die Fliesen sind so gewählt, dass sie in Farbe und Form an die Gesteinsschichten des ehemaligen Steinbruchs erinnern. »Es hat eine hohe Attraktiviät und von seinem ursprünglichen Charme nichts eingebüßt«, beschreibt Münzing das neu konzipierte Vulkanterrassenbad. Die Lage in dem ehemaligen Steinbruch samt seinem mit Sonnenenergie aufgeheiztem Quellwasser ist ideal. Und die Technik ist ausgefeilt und so ausgelegt, dass jederzeit eine Erweiterung durch ein Hallenbad gegeben ist.                               -bim