HONAU. Die hörbar plätschernde Echaz im Hintergrund, dazu passend die vom Posaunenchor dargebotene Württemberger Hymne »Preisend mit viel schönen Reden« - der Auftakt zur feierlichen Eröffnung der »Honau Runde« hätte nicht besser sein können. Zahlreiche Ortschaftsräte, Bürger und Passanten waren zur Kneipp-Anlage in der Echaz beim Sportheim des TuS Honau gekommen. Mancher habe sicherlich bemerkt, dass die Kneipp-Anlage schon seit zwei Jahren eingerichtet sei, ohne dass groß darauf hingewiesen wurde oder eine Einweihung stattgefunden habe, sagte Ortsvorsteher Wilfried Schneider. Das habe seinen Grund. »Diese Anlage ist Teil eines größeren Ganzen.« Am Anfang habe nur die Idee des ehemaligen Ortschaftsrats Steffen Seizinger gestanden, einen Wanderweg für Honau auszuarbeiten. Dies sei schon etliche Jahre her, sei vermutlich auch ein wenig anderes gedacht gewesen, »aber wir wussten jahrelang nicht, wie wir es zeitlich und vor allem finanziell umsetzen sollen«.

Starterprojekt des GEK
Als das Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) »Lichtenstein 2030« entstanden sei, habe man auf die Möglichkeit gehofft, dieses Projekt mit einbinden zu können, weil aus allen Ortsteilen Vorschläge herangezogen werden sollten. Und tatsächlich sei der Honauer Weg zu einem Starterprojekt des GEK geworden, vermutlich, »weil er finanziell auch nicht ganz so aufwendig war und mit wenig Aufwand relativ schnell umgesetzt werden sollte«, erklärte der Ortsvorsteher. Jetzt habe sich die Realisierung des ursprünglichen Vorhabens zuerst auf einen Honauer Erlebnisweg konzentriert, einen Weg, der insbesondere barrierefrei auch für Spaziergänger mit Rollator oder Rollstuhl zu befahren ist. »Wir haben hier nicht an reine Wanderer gedacht«, fügte Schneider hinzu, sondern dass den »vielen Besuchern der örtlichen Gastronomie wie auch des örtlichen Seniorenzentrums die Highlights des Ortes gezeigt werden sollen«. In etwa dreißig Minuten könne der etwa 2,5 Kilometer lange Weg zurückgelegt und die Besonderheiten Honaus erlebt werden.
Anschließend könnten sich die Besucher in der Kneippanlage im Forellenweg entspannen, so Schneider. Für die Entwicklung der Illustration und des Mottos sowie der Infotafeln an den markanten Stellen oder Gebäuden habe der Reutlinger Grafiker Fritz Wund, bekannt durch die im GEA abgedruckten samstäglichen St(r)icheleien zu lokalpolitischen Themen, gewonnen werden können.

Unter dem Schlagwort »Honau ist Tuffte« sei so eine »einfache, liebevolle und bodenständig« gestaltete Broschüre entstanden, die im Ortsamt, in den Gastronomiebetrieben und oder im Café des Seniorenzentrums ausgelegt werde. »Es soll ein Weg sein, der uns und unseren Gästen Freude macht«, sagte Schneider. Auch auf der Homepage der Gemeinde soll auf diesen Weg hingewiesen werden. Der ursprüngliche Gedanke eines Wanderwegs rund um Honau würde natürlich weiterhin von der Ortsverwaltung und dem Ortschaftsrat intensiv weiterverfolgt. »Dieser Wanderweg soll lauftechnisch etwas anspruchsvoller werden als die Honau Runde«, meinte der Ortsvorsteher, dass derzeit mit dem Landratsamt sowie dem Regierungspräsidium geklärt würde, ob eventuelle die alte Tobelstraße mitsamt des Tunnels mit in diesen Wanderweg eingebaut werden könnte.                                                                                               –lei