Der Wille ist da, das Geld kommt, nur ein Planungsbüro fehlt noch. Der Gewerbepark Haid steht vor einer Zeitenwende und stellt sich für die Zukunft auf. Dafür sind Hochgeschwindigkeitsleitungen für Datenautobahnen mindestens genauso notwendig wie intakte Straßen. DieGewerbegebietse sind im neuen Gebiet in der Norderweiterung nun erschlossen, die Bauplätze stehen zum Verkauf bereit. Doch das reicht nicht aus für ein attraktives Gewerbegebiet.

Förderung vom Land
Nun erhielt der Verbandsvorsitzende Mario Storz eine sehr gute Nachricht aus Stuttgart. Das Land fördert den Zweckverband mit rund 730 000 Euro für die Glasfasererschließung. Rund 1,3 Millionen Euro kostet dieses Vorhaben für das komplette Bestandsgebiet. Dann atmen die bereits ansässigen Unternehmen auf. »Es ist ein notwendiger Schritt um das Gebiet attraktiv zu halten«, sagen Geschäftsführer Helmut Knorr und Storz unisono. »Das ist ein Quantensprung für den Gewerbepark, man kommt an uns nicht mehr vorbei, wenn man große Flächen sucht, so der Geschäftsführer. In der Tat: Die Region ist nicht gerade gesegnet mit großflächigen Angeboten. Der Gewerbepark Haid ist dabei erste Wahl. Seit 24 Jahren ist das ehemalige Kasernengelände als Standort für die Industrie, vor allem für große Flächenverbraucher, nicht mehr wegzudenken aus der Region. Auf rund 50 Hektar haben sich rund 40 Betriebe angesiedelt, die rund 400 Mitarbeitern Lohn und Brot geben. Gleichwohl bleibt der Hunger nach Fläche und den wollte der Gewerbepark weiter bedienen. Also beschloss der Verband, der von den Gemeinden Engstingen, Hohenstein und Trochtelfingen gegründet und getragen wird, eine Erweiterung im Norden. 14 Hekter sollen hinzukommen. Nun wurde der erste Baubaschnitt fertig gestellt, es fehlen noch ein paar ganz kleinere Arbeiten wie das Einsäen von Rasenflächen, aber ansonsten ist das Gelände erschlossen mit Straßenbau, Wasser, Abwasser und vor allem Datenleitungen. Ab sofort können Bauplätze, auf dieser Flächen mit einer Gesamtgröße von rund 33 000 Quadratmeter, angefragt werden. Der Preis soll, so der Verbandsvorsitzende, bei etwa 40 Euro je Quadratmeter liegen. In dem neu erschlossenen Raum sind – auch zur postivien Überraschung von Helmut Knorr – von der Telekom schon Glasfaserleitungen verlegt, so dass hier beste Voraussetzungen für eine blühende Zukunft bestehen. Dazu gesellen sich die Finanzen. Die Rücklagen des Verbandes waren nie so gut wie heute.

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Gutes Jahr 2015
Denn das vergangene Jahr war das beste Jahr in der Geschichte. 2015 sprudelten die Einnahmen aus Grund- und Gewerbesteuern.
Rund 1,03 Millionen Euro floss in die Kassen, »das erhöht den Spielraum für Investitionen enorm«, freute sich der Geschäftsführer. 713 000 Euro wandern in den Vermögenshaushalt. Die Rücklagen erhöhten sich zum Ende des Haushaltsjahres 2015 auf 1,65 Millionen Euro. Die Zeiten sehen also recht rosig aus für den Zweckverband, vor allem nach dem Bescheid über die Förderung der Glasfaserweiterung. Eigentlich. Denn momentan ist es schwer ein Planungsbüro zu finden, klagen die beiden Verantwortlichen, wobei Knorr von einer zeitnahen Lösung spricht.
Die Sache mit der Glasfaserverkabelung soll laut Mario Storz, der sich nicht genau festlegen will, Ende 2018 fertig sein.    –diet