REUTLINGEN. Ein breit gefächertes Programm, vielversprechende Werke und außergewöhnliche Besetzung – die Spielzeit Achtzehn-Neunzehn der Württembergischen Philharmonie (WPR) ist vielseitig und reich an Kontrasten. Nach dem furiosen Einstand des neuen Chefdirigenten Fawzi Haimor in der vergangenen Saison mit den hervorragenden Musikern des Orchesters sei jetzt eine Aufbruchstimmung erkennbar, versichert Intendant Cornelius Grube. Es breche eine neue Ära an sowohl im künstlerischen Bereich und was das erweiterte Repertoire betreffe. Von einer fantastischen vergangenen Saison mit neuem WPR-Sound und einer aufregenden, tollen kommenden Saison schwärmt Haimor. Er ist begeistert über die Auswahl an Musik und den großartigen Dirigenten, Ensembles und Solisten. Dazu zählen unter anderem Nils Mönkemeyer, die jüngste ARD-Preisträgerin und Violinistin Hyeyoon Park, die Sopranistin Juliane Banse, die Pianisten Pascal Rogé und Antonio Chen Guang bei seiner Premiere.

Weltbekannte Interpreten

»Wie Orgel spielen, wenn keine da ist? Deshalb bringt Christian Schmitt seine private Reiseorgel mit, in die er sein Know How eingebracht hat«, erklärt Grube. Neben Johann Sebastian Bach und Francis Poulenc werde zum ersten Mal in der Stadthalle Reutlingen die Orgelsinfonie von Camille Saint-Saëns zu hören sein. Sehr wichtig für Haimor ist, dass Komponist Kareem Roustom zum Konzert kommt, bei dem dessen Ramal für Orchester unter seiner Leitung gespielt wird. Das 1. Sinfoniekonzert ist neben Mozart und Mahler Bernd Alois Zimmermann gewidmet, dessen 100. Geburtstag 2018 ansteht. Seine zeitgenössischen Werke stehen neben klassischer Moderne von William Walton und Charles Ives ebenso im Fokus wie die herausragenden Komponisten Joseph Haydn, Peter Tschaikowsky und Ludwig van Beethoven.

Breiteres Programm

Eine Silvestergala ist geplant mit Ouvertüren, Arien und Duetten unter anderem von Jacques Offenbach und Johann Strauss. Fawzi Haimor leitet das Neujahrskonzert mit einem Reigen weltbekannter Melodien. Bunt gemixt und breitgefächerter als bisher sind auch die Kaleidoskop-Konzerte. Ein Höhepunkt ist der Auftritt der Band Federspiel mit Alpenländischer Blasmusik, neu definiert mit Eigenkompositionen. Geplant ist auch eine Offenbach-Revue in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und ein Gastspiel von Sängerin Ute Lemper. Weitere ausgesuchte Themen sind das »Christmas Concert«, Beethoven & Co neu interpretiert im Faschingskonzert, der Stummfilm »Das Phantom der Oper« und Filmmusik. Amüsantes und Unterhaltsames versprechen die Matinée-Titel wie beispielsweise »Von der Oper in den Salon«, »Swing for Strings and More« oder »Quintett-Schelmereien«. In der nächsten Saison sind zudem im Programm die Konzerte Seelenbalsam für Menschen mit Demenz und Begleitung sowie für Jugend- und Familie mit den »Bremer Stadtmusikanten« und dem »Konzertcheck«. Beflügelt zeigt sich dann die Präsentation des neuen WPR-Flügels mit Klavierkonzerten von Mozart und Grieg, gespielt von Matthias Kirschnereit, und Gelegenheit zu Künstlergesprächen. »Wir alle wünschen uns, dass sie sich auf Musik, auch wenn sie unbekannt ist, einlassen und die Spielkultur der WPR uneingeschränkt genießen«, gibt Grube zu verstehen.

                                                                                                                                                                                                                                                                                  -bim/rw