»Gut, dass wir einander haben!« mit diesem Manfred Siebald Lied im Ohr reisten 18 Bläserinnen und Bläser und zehn Mitreisende vom Posaunenchor Neuhausen aus Anlass des 20 jährigen Partnerschaftsjubiläums nach Tandala in Tansania. 

NEUHAUSEN. Schon der Empfang der Gruppe am Ortseingang war genauso herzlich wie die Partnerschaft schon seit 20 Jahren ist: Mehrere Chöre, Bläser, Vertreter der Kirchenleitung und sogar der Landrat gaben sich die Ehre und empfingen die Gruppe wie wichtige Staatsgäste.
In Gottesdiensten, in vielen Festen und zahlreichen Besuchen bei den unterschiedlichen Gruppen der Partnerschaft wurde gefeiert, getanzt, gegessen und gesungen. Immer wieder erklangen die Posaunen und Trompeten aus dem Ermstal. Alle Freude gipfelte in der feierlichen Enthüllung des gemauerten Partnerschaftsdenkmales am Eingang der großen Kirche von Tandala. Vize Bischoff Pagallo und die mitgereisten Kinder und Jugendlichen aus dem Ermstal enthüllten das Denkmal unter den feierlichen Klängen des Posaunenchor Neuhausen.

Fotostrecke 4 Fotos

Arbeitseinsatz:  Wasserkraftwerk Tandala

Allerdings wurde nicht nur gefeiert sondern auch ordentlich geschuftet. Arbeitseinsatz auf der Baustelle Wasserkraftwerk Tandala war angesagt. Das Verlegen von Wasserdrainagen an der beängstigend steilen Piste zum Kraftwerksstandort forderte alle Kraft der Hochmotivierten aus dem Ermstal. Steine schleppen, hacken, schippen – alles bei voller Sonnenbestrahlung. Natürlich war man dann, direkt am Ijangalafluss, mit vespern auch nicht kleinlich.
Die Arbeit mit Menschen und für Menschen mit Behinderungen im Diakoniezentrum Tandala war für alle Teilnehmer sehr beeindruckend. Das Diakoniezentrum bietet inzwischen für 27 Menschen mit und ohne Behinderungen Arbeitsplätze. Diakonische Arbeit geht in Tansania nur durch selbst erwirtschaftete Finanzkraft. Es gibt keine sozialen Systeme die Menschen mit Behinderungen Unterstützung geben. Deshalb ist die gut funktionierende Schreinerei inzwischen zu einem wichtigen Standbein geworden. Tische, Stühle, Sessel und Möbel werden dort gefertigt. Die Auftragsbücher sind über Monate voll. Für Asifiwe den Chef der Schreinerei, der selbst taubstumm ist eine große Aufgabe, die er aber jeden Tag mit einem fröhlichen Lächeln und voll Dankbarkeit ausführt.
20 Jahre Freundschaft, lebendige Partnerschaft getragen von tiefen persönlichen Freundschaften zwischen Menschen aus Tandala und dem Ermstal wurden intensiv gewürdigt stets verbunden mit der Bitte um Gottes Segen für weitere Jahrzehnte lebendiger Entwicklung der Partnerschaft.     –ew