REUTLINGEN. Dem Zwist soll ein Ende gesetzt sein: »Zur gegenseitigen Befruchtung« zwischen Marktbeschickern und Einzelhändlern startet der Reutlinger Weihnachtsmarkt dieses Jahr bereits am Mittwoch, 29. Dezember und endet am 21. Dezember, so Norbert Brendle. Während der Tage kurz vor Weihnachten haben die Passanten und potenziellen Kunden also wieder Platz in den Gassen und die Einzelhändler Raum, um auf sich aufmerksam zu machen, so der Geschäftsführer der Reutlinger »Marktwerkstadt«.


Vorher hat der bereits zum elften Mal ausgerichtete Weihnachtsmarkt aber wieder allerhand zu bieten: Die offizielle Eröffnung findet am heutigen Donnerstag, 30. November um 18 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst und der anschließenden Rede von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch statt – auf den Stufen des Naturkundemuseums. Diese dienen dieses Jahr auch als Bühne für die zahlreichen Events und musikalischen Auftritte verschiedener Kapellen und Bands. »Die alte Bühne musste weichen«, erklärt Regine Vohrer. Viel zu wenig bespielt sei sie die ganzen Jahre über gewesen. Weitere Neuigkeiten haben die Geschäftsführerin der Reutlinger Marktwerkstadt zu verkünden: Der bisher veranstaltete und an die Mauern des Naturkundemuseums projizierte Adventskalender plus Verlosung wird einem Lebkuchenhaus weichen. Die Projektion mit ihrer bunten Ornamentik wird also weiterhin über den Buden erstrahlen, aber die dazugehörige Aktion fällt weg, »da es zum einen immer die selben und außerdem zu wenig Teilnehmer gab«, so Vohrer.

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Mit der Bruderhaus-Diakonie
Neu dazugekommen ist die Bruderhaus-Diakonie, die an drei Tagen – seit gestern bis zum 1. Dezember – an zwei Ständen in der Oberen Wilhelmstraße vertreten ist. Allerhand Selbstgefertigtes können die Besucher dort dann bestaunen und natürlich auch erwerben. Zum »Renner« habe sich die Eisbahn am Albtorplatz entwickelt, so die Organisatoren. Neben sie gesellt sich dieses Jahr dann das Nikolaus-Haus, das mit rund 50 Sitzplätzen in beheizter Räumlichkeit Platz für Geselligkeit bietet und mit Livemusik ab 18 Uhr donnerstags bis samstags aufwartet. Ein Sicherheitskonzept gibt es natürlich auch, nur wolle man »nicht übertrieben reagieren, wo es vielleicht gar nicht angebracht ist«, so Brendle. Man gehe defensiv vor, die Streife sei aber verstärkt im Einsatz und zeige Präsenz. 


Der vorweihnachtlichen Stimmung soll kein Abbruch getan werden: Immerhin fliegt sogar extra ein singender Weihnachtsmann mit seinen echten Rentieren herbei und erfreut die kleinen und erwachsenen Besucher mit seiner Erscheinung und der Möglichkeit auch Fotos zu machen. Die Gelegenheit dazu bietet sich am 12. Dezember.