METZINGEN. Locker und gelöst versammelten sich am Donnerstag nach der Wahl in der Metzinger Stadiongaststätte die Aktiven der Initiative Pro Kombibad um gemeinsam ihren Sieg zu feiern. Mit von der Partie waren auch Bürgermeisterin Carmen Haberstroh und einige Gemeinderäte. Bei Sekt und Häppchen ließ die Gruppe Revue passieren, wie durch das große »Wir« ein Erfolg möglich wurde, den viele erhofft, aber nicht immer daran geglaubt hatten. Eine gewisse Skepsis war auch noch am Festabend zu verspüren, ob die Gegner nicht noch versuchen würden, juristisch gegen die Wahl und das Ergebnis vorzugehen. 

Hans Polte meldete sich als Erster zu Wort. Er drückte nochmals seine Freude darüber aus, dass die Metzinger Bürgerschaft klar signalisiert habe, dass sie das Kombibad wirklich wolle und somit nun Klarheit bestehe. Als Dank für seinen Einsatz überreichte ihm Mitstreiterin Sigrid Herb eine Badekappe für das zu bauende neue Bad. Piet Flämig dankte nochmals allen Unterstützern, die sich mit Spenden oder durch persönlichen Einsatz an den Info-Ständen beteiligt hatten. Das bürgerschaftliche Miteinander habe funktioniert. Ohne Ermüdungserscheinungen wurden in den letzten Tagen oder Wochen Busfahrten durch die Stadt organsiert, Flyer ausgetragen und auch die Bürger von Neuhausen und Glems vor Ort informiert. Der nächste Schritt ist laut Hans Polte dass die Verwaltung zur Planung zurückkehrt. Gemeinsam mit allen Beteiligten gehe es nun an den Bürgerdialog 2, der noch bis 30. November läuft. 

Wünsche, Vorstellungen und Ideen werden bis dahin noch entgegengenommen – ob schriftlich oder übers Internet. Auch Videos oder Bilder von anderen Kombibädern dürfen eingereicht werden. 2019 gibt es dann zwei Planungswerkstätten, die noch terminiert werden müssen. Wie bei der Konsenskonferenz komprimieren dann wieder Bürger und Schlüsselakteure aus den Bereichen Verwaltung, Vereine und Schulen die Vorschläge zu einer Empfehlung für den Gemeinderat. Relativ zügig soll der Baubeschluss folgen. Sobald das Kombibad fertig ist, wird das Freibad abgerissen. Offen bleibt, was mit dem Hallenbad wird. Das Gebäude soll erhalten bleiben, aber ob es fürs Schulschwimmen genutzt wird, ein physiotherapeutisches Bäderangebot daraus wird, Sportflächen für Betriebsmannschaften darin gebaut werden oder gar das Kino, das am Bahnhof weichen muss, dort seine neue Heimat findet, wird erst die Zukunft zeigen.                                                                                                  –ber