MÜNSINGEN. »Artenvielfalt - erhalten, verstehen, handeln« haben die Macher vom Biosphärenzentrum Münsingen ihrem Jahresprogramm 2019 zugrunde gelegt. Die mehr als 70 Veranstaltungen – davon fünf mit Kooperationspartnern – laden zum Entdecken der Natur ein. Sie sollen dazu befähigen, im eigenen Alltag nachhaltig, zum Wohl der Natur und der Menschen, zu handeln. »Bisher hatten wir eher ein kleines, enges Programm«, hält Jochen Rominger von der Geschäftsstelle fest. Jetzt wollen sie neu durchstarten, sowohl was das Ganzjahresprogramm als auch das Format der Informationsbroschüre mit den Veranstaltungsterminen betreffe. Sehr übersichtlich und leicht verständlich ist es Romingers Meinung nach geworden, mit allen wichtigen Informationen zu Vorträgen, Autorenlesung, Exkursionen, Mitmachangeboten und Ausstellungen.

Mitmachen ist gefragt in der Gartenwerkstatt, in denen Impulse und Ideen für den eigenen Garten bezüglich Artenvielfalt gegeben werden. Aber auch in der Holz-, Kunst-, Flecht- und Fotowerkstatt wird selbst Hand angelegt und experimentiert. Dann die vielen Erfahrungsberichte, Workshops und Wanderungen bieten Interessantes und Wissenswertes zu Flora und Fauna des Biosphärengebiets. Abenteuer pur erleben Kids, wenn sie mit Rangern unterwegs sind, sich auf die Spur der Wölfe machen und die Schätze der Natur kennenlernen. Toller Tipp übrigens für Eltern, den Kindergeburtstag ins Biosphärenzentrum Schwäbische Alb zu verlegen und diesen dort unter anderem mit Entdecken der Natur, Filzen, Werken mit Holz und Papier zu verbringen. Auch einen Grund zum Feiern hat das Biosphärengebiet.

Im Mai gibt’s ein Fest 

Zehn Jahre UNESCO-Anerkennung ist ein Frühlingsfest und Tag der offenen Tür am Samstag, 25. Mai wert. An diesem Tag wird zudem die Webkunst- und Fotoausstellung »Schmetterlinge in Realität und Imagination« eröffnet, die bis zum 8. Oktober zu sehen ist. Bis zum 13. Mai läuft die Ausstellung »Lebensweg Plastik«, die das Eintauchen ins »Plastikmeer« erlaubt. Schautafeln, Filme, Erfahrungsberichte und Nachhaltigkeitslabor klären über den Lebensweg von Verpackungen auf, zeigen diesen von der Produktion über Verbrauch bis zur Verwertung, regen an zum Nachdenken, offerieren Alternativen. Dorothea Hafenbrack und Vincent Schmid, beide im Freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr, haben sich intensiv damit beschäftigt und sich was einfallen lassen, um den Umgang mit Plastik darzustellen und dafür zu sensibilisieren. Vor allem Schulklassen seien an der Ausstellung, an den Führungen und Experimenten interessiert, weiß Hafenbrack. Die Broschüre zum Ganzjahresprogramm liegt in den Rathäusern und Touristikbüros des Biosphärengebiets aus, sie kann online eingesehen werden oder sie wird auf Anfrage auch verschickt.                                                                                                     –bim