TÜBINGEN. Sie haben ein Hammerwochenende hinter sich: Gleich zwei Mal standen die Recken der Tübinger Tigers auf dem Parkett und kämpften um Punkte in der Zweiten Basketball-Bundesliga. Doch beide Spiele waren nicht von Erfolg gekrönt. Bei den Rostock Seawolves haben die Tigers Tübingen vor 3 541 Zuschauern in der Stadthalle zu Rostock mit 70:78 (36:44) verloren. Und zu Hause setzte es zwei Tage später eine satte Niederlage gegen MLP Academics Heidelberg.

Reise nach Rostock
Für die Mannschaft von Trainer Milan Kobalj war es im achten Anlauf erst der zweite Heimsieg. Nach drei Minuten führten die Gäste noch mit 8:2, im weiteren Verlauf der Begegnung übernahmen die Seawolves die Kontrolle über die Partie. Erstmals in Minute fünf durch Yannick Anzuluni zum 11:10 Bis zur Halbzeit bauten die Hausherren die Führung auf 44:36 aus. Die Schützlinge von Trainer Aleksandar Nadjfeji hatten erneut in der Offensive große Probleme, Punkte zu erzielen. 69 Punkte gegen Heidelberg, 70 Zähler gegen Rostock – das ist einfach zu wenig, um Spiele zu gewinnen. »Wir haben uns immer wieder in Einzelaktionen verzettelt. Uns tut das Fehlen von Besnik Bekteshi sehr weh. Die Fans haben uns immer Energie von den Rängen gegeben, doch wir konnten dies nicht in positiv Energie für unser eigenen Spiel umsetzen«, analysierte der Trainer. 
Übrigens: Tübingen und Rostock trennen satte 875 Kilometer. Noch nie mussten die Unistädter eine längere Anreise für ein Auswärtsspiel in Angriff nehmen. Und auch die Fans nicht. Trotzdem gab’s Unterstützung: Kein Weg ist zu weit für die Mitglieder der Supporters Tübingen. Sieben Anhänger der Fangruppierung machten sich am Samstag ebenfalls auf den Weg in den Osten der Republik. Für solch ein Engagement bedankt sich der Verein ganz besonders. 

Heidelberg zu Hause
Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen die MLP Academics Heidelberg mit 69:84 (39:47) verloren. Nach 13 Minuten führten die Schützlinge von Trainer Aleksandar Nadjfeji noch mit 30:25, im weiteren Spielverlauf übernahmen die Kurpfälzer aber Schritt für Schritt das Kommando über die Begegnung. Mit einem 8:0-Lauf zum 43:35 brachten sich die Gäste dank einer guten kämpferischen Leistung auf die Siegerstraße. Zur Halbzeit stand es 39:47, noch war eigentlich alles drin. Doch die Leistung nach dem Seitenwechsel hat bei Weitem nicht ausgereicht, um die Punkte in Tübingen zu behalten.
Es ging eher in die andere Richtung. Die Fehlerquote nahm konsequent zu, man machte es dem Gegner recht leicht, diese Partie zu gewinnen. Die Truppe von Trainer Branislav Ignjatovic hatte im ehemaligen Tübinger Phillipp Heyden nur einen richtigen Big Man im Kader. Doch diesen körperlichen Vorteil konnten die Raubkatzen nicht ausnutzen. Viel zu selten kam der Ball unter den Korb zu Enosch Wolf und Robertas Grabauskas. Aus dem Feld konnten die MLP Academics in allen Bereichen bessere Quoten aufweisen, was ein Hauptgrund für die Niederlage war.
Zeit zum Wunden lecken und Verschnaufen bleibt aber kaum für die Tigers. Am Sonntag, 23. Dezember geht’s gleich weiter. Dann kommen die Gladiators Trier nach Tübingen. Los geht’s um 17 Uhr.     –tw