BAD URACH. Auschwitz ist ein vielfach ausgeleuchteter Ort, seit Jahrzehnten erforscht, von Millionen Besuchern jedes Jahr besichtigt. Trotzdem existiert im unmittelbaren Umfeld des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau 75 Jahre nach dessen Befreiung eine fast unbekannte Sphäre: die Lebenswelt von Menschen, die aufgrund historischer und biografischer Fügung zu Nachbarn dieser Schreckensorte geworden sind.

Fotografien und begleitende Texte

Die Ausstellung »Nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I-III«, im Tagungszentrum »Haus auf der Alb« der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) zu sehen, zeigt 90 Bilder der Stuttgarter Fotografen Kai Loges und Andreas Langen (»die arge lola«). Sie haben den Alltag der Menschen im heutigen Oswiecim dokumentiert. Im unmittelbaren Umfeld des ehemaligen Lagergeländes ist bei wiederholten Reisen an den Ort eines ebenso unfassbaren wie einzigartigen Menschheitsverbrechens eine große Sammlung von Bildern der einstigen Schauplätze und der Einwohner heute entstanden. Zur Ausstellung, die zur Reflexion über den historischen Ort Auschwitz anregt und weiterführende Fragen aufwirft, gehören umfangreiche Texte der Bildautoren. 


Die Ausstellung ist im LpB-Tagungszentrum »Haus auf der Alb«  bis zum 2. Februar 2020 werktags von 9 bis 16 Uhr zu sehen, am Wochenende von 9 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bei Besuchen von Gruppen ab 20 Personen  wird um Anmeldung gebeten.Zum Abschluss der Ausstellung wird im »Haus auf der Alb« am 1. und 2. Februar 2020 die Tagung »Auschwitz heute. 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau« stattfinden.               Nähere Informationen  unter www.gedenkstaetten-bw.de/auschwitz_heute.html.