REUTLINGEN. Leidenschaft und eine gute Beziehung zu den Materialien, mit denen man hantiert – für einen guten Handwerker sind Fingerfertigkeit und gute Requisiten vonnöten.
Diese Einleitung stammte nicht von einem Innungsmeister, sondern von dem Zauberkünstler Ben Profane während der Preisverleihung des Förderpreises »Ausbildung im Handwerk«. Doch nicht nur inspirierende Worte fand der Münchner, der sein Zauberhandwerk bestens versteht, auch bezog er die jungen Handwerkerinnen und Handwerker in seine Performance mit ein. Denn sie waren Mittelpunkt des Abends in der Reutlinger Volksbank.

Kein schlechter Anfang
Im feierlichen Rahmen wurden die Prüfungsbesten ihrer Innung für ihren überdurchschnittlich guten Ausbildungsabschluss geehrt. Nebst Urkunde und anerkennenden und lobenden Worten bezüglich ihrer Leistungen dürfen sich die 40 Berufsstarter auch über Preisgelder von insgesamt 10 000 Euro freuen.

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Fleiß und Ausdauer
Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Reutlingen, Siegfried Arnold, lobte die Preisträger für ihren Fleiß, Ausdauer, viel Engagement und ihren Biss. Ohne diese Stärken würden sie heuer wohl kaum die Urkunde in den Händen halten. 
80 Auszubildende im Handwerk sind dieses Jahr zur Gesellenprüfung im Kreis Reutlingen angetreten. 90 Prozent davon haben bestanden. In Anbetracht der momentanen Situation auf dem Arbeitsmarkt war das auch bitter nötig. 

Gute Jobaussichten
Schon seit einiger Zeit herrscht Hochkonjunktur in allen Bereichen des Handwerks und kompetente Fachkräfte mit fundierter Ausbildung werden überall händeringend gesucht, so die Einschätzung von Dieter Laible, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Reutlingen. Früher bestand die Herausforderung darin, die frisch gebackenen Gesellen in Arbeit zu bringen – mittlerweile gibt es massive Probleme die vorhandenen Stellen zu besetzen.

Zum 26. Mal
Der »Förderpreis – Ausbildung im Handwerk« wird seit 1993 von den Volksbanken und Raiffeisenbanken im Kreis Reutlingen, zusammen mit der Kreishandwerkerschaft Reutlingen vergeben. Insgesamt wurden dabei 260 000 Euro in die Förderung des Handwerker-Nachwuchses investiert.